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Trinkwasserversorgung

Glas mit Trinkwasser
Glas mit Trinkwasser
Eingezäunter Fassungsbereich eines Brunnens
Eingezäunter Fassungsbereich eines Brunnens
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Die Sicherung einer qualitäts- und quantitätsgerechten Trinkwasserversorgung in Thüringen ist Aufgabe der Städte und Gemeinden, die sich größtenteils zu Wasserversorgungszweckverbänden (WVZV) zusammengeschlossen haben.

Die Trinkwasserversorgung für Haushalt, Gewerbe und sonstige Verbraucher wird in Thüringen zu ca. 57 Prozent aus Grundwasser und zu 43 Prozent aus Trinkwassertalsperren gesichert. Der spezifische Trinkwasserverbrauch der Bevölkerung ist mit 93,5 Liter je Einwohner und Tag (2019) im bundesweiten Vergleich niedrig.

Insgesamt werden rund 1.600 Grund- und Oberflächenwasserfassungen (Brunnen, Quellen, Stollen, Oberflächenwasserfassungen, etc.) und derzeit sechs Talsperren für die öffentliche Trinkwasserversorgung genutzt. Über drei Fernwasserverbundsysteme in Mittel/Nord-, Ost- und Südthüringen werden etwa 1,3 Millionen Einwohner vollständig oder teilweise mit Fernwasser versorgt.

Im Freistaat Thüringen liegt der Anschlussgrad an die öffentliche Trinkwasserversorgung bei rd. 99,9 %. Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Wasserversorgungsunternehmen (überwiegend kommunale Zweckverbände) liegt deshalb heute hauptsächlich in der Gewährleistung der Trinkwasserqualität gemäß der Trinkwasserverordnung sowie der Senkung der Wasserverluste in den Versorgungsnetzen.

Für Trinkwasser sind die chemisch-physikalischen und mikrobiologischen Mindestanforderungen und Grenzwerte in der Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung) verankert. Die Trinkwasserverordnung ist die Umsetzung der EG-Richtlinie 98/83/EG vom 3. November 1998 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch in deutsches Recht.

Die Zahl der nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossenen Bewohner von derzeit noch ca. 800 (0,03 % der Bevölkerung) soll sukzessive gesenkt werden, da insbesondere mit dem Klimawandel zunehmend Qualitäts- und Mengenprobleme in den hauseigenen Brunnen auftreten. Die Träger der öffentlichen Wasserversorgung werden dabei seit dem 01.01.2020 im Rahmen der Förderrichtlinie Sonderprogramm Trinkwasserinfrastruktur ländlicher Raum finanziell unterstützt.

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