Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Wassersicherstellung, Trinkwassernotversorgung

Die Trinkwassernotversorgung als Grundversorgung der Bevölkerung mit überlebensnotwendigem Trinkwasser im Verteidigungsfall ist im Wassersicherstellungsgesetz des Bundes geregelt.

Die vorgesehene Wassermenge pro Person und Tag beträgt 15 Liter. Darüber hinaus muss Trinkwasser für Krankenhäuser und andere vergleichbare Einrichtungen, Betriebswasser für überlebenswichtige Betriebe, eine Löschwasserversorgung sowie auch Wasser für Nutztiere bereitgestellt werden.

Die Versorgung erfolgt auch im Verteidigungsfall aus den im Normalfall zur Versorgung genutzten Wassergewinnungsanlagen und das vorhandene Versorgungsnetz. Daneben können auch ungenutzte Reserveanlagen sowie betrieblich oder  landwirtschaftlich genutzte Wassergewinnungsanlagen in den Gemeinden zur Notversorgung der Bevölkerung genutzt werden. Ggf. ist das von den örtlich zuständigen Landkreisen und kreisfreien Städten anzuordnen. In größeren Städten stehen darüber hinaus Trinkwassernotbrunnen für die Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung.

Für den Fall eines Ausfalls des Stromnetzes bzw. Unterbrechungen des Versorgungsnetzes verfügen die Wasserversorger über Netzersatzanlagen und Transportbehälter, die bereits jetzt für Havariefälle vorgehalten werden.

Für eigene Vorsorgemaßnahmen der Bevölkerung gibt es Empfehlungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zur Bevorratung von Essen und Trinken. Das BBK empfiehlt in jedem Haushalt 2 Liter Flüssigkeit pro Person und Tag zur Überbrückung  eines Zeitraums von 10 Tagen bis zum Anlaufen staatlicher Hilfe zu bevorraten, d. h. 20 Liter pro Person. Darin ist bereits ein Flüssigkeitsanteil zum Kochen vorgesehen (0,5 Liter pro Tag). Ein gewisser Anteil des Vorrats sollte auch aus (Mineral-)Wasser bestehen. Aber auch Fruchtsäfte oder länger lagerfähige Getränke können dazugerechnet werden.

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: