Gewässerunterhaltung und Wasserbau

Das Fachgebiet Wasserbau umfasst die Planung und Ausführung von baulichen Maßnahmen für die Aktivitäten der Wasserwirtschaft. Zu den wasserbaulichen Maßnahmen zählen zum Beispiel der Bau von Dämmen, Wehren, Durchlässen sowie die Umgestaltung von Bachläufen als Maßnahmen zum Hochwasserschutz oder im Zuge von Renaturierungen.

Gewässerunterhaltung ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung des Staates und der Kommunen. Sie umfasst insbesondere die Gewässer für den Wasserabfluss zu erhalten, zu räumen und zu reinigen, die biologische Wirksamkeit des Gewässers zu erhalten, die Ufer und Uferrandstreifen möglichst naturnah zu gestalten und zu bewirtschaften und die Gewässer in einem den wasserwirtschaftlichen Bedürfnissen entsprechenden Zustand für die Abfuhr oder Rückhaltung von Wasser, Geschiebe und Eis zu halten.

Die Unterhaltung der auf Grund des Wohls der Allgemeineinheit im Zuge von wasserbaulichen Maßnahmen errichteten Deiche und der dazugehörenden Anlagen sowie anderer Hochwasserschutzanlagen ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung des Staates und der Kommunen. Zur Unterhaltung der Deiche gehört insbesondere die regelmäßige Pflege der Grasnarbe, die Kontrolle auf Schadstellen und deren Beseitigung sowie Bekämpfung von Schädlingen. Um einen Rückstau zu vermeiden sind in flachen Tälern im Zuge von Deichen und Hochwasserschutzmauern Schöpfwerke und Siele als dazugehörende Anlagen zu errichten. Diese sind im Hochwasserfall zu betreiben und zu kontrollieren.

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