Wasserversorgung

Die Sicherung einer qualitäts- und quantitätsgerechten Trinkwasserversorgung in Thüringen ist Aufgabe der Kommunen, die sich größenteils zu Wasserversorgungszweckverbänden (WVZV) zusammengeschlossen haben. 

Die Trinkwasserversorgung für Haushalt, Gewerbe und sonstige Verbraucher wird in Thüringen zu ca. 55 Prozent aus Grundwasser und zu 45 Prozent aus Trinkwassertalsperren gesichert. Der Anteil der Bevölkerung am Gesamtverbrauch beträgt rund 60 %. Der spezifische Verbrauch der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren auf einen Wert von ca. 85 l/Ed stabilisiert.

Insgesamt werden rund 1500 Fassungsanlagen aus dem Grund- und Oberflächenwasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung genutzt. Über drei Fernwasserverbundsysteme in Mittel/Nord-, Ost- und Südthüringen werden etwa eine Mio. Einwohner vollständig oder teilweise mit Fernwasser versorgt

Im Freistaat Thüringen liegt der Anschlussgrad an die öffentliche Trinkwasserversorgung bei nahezu 100 %. Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Wasserversorgungsunternehmen (überwiegend kommunale Zweckverbände) liegt deshalb heute hauptsächlich in der Gewährleistung der Trinkwasserqualität gemäß der Trinkwasserverordnung sowie der Senkung der Wasserverluste in den Versorgungsnetzen.

Für Trinkwasser sind die chemisch-physikalischen und mikrobiologischen Mindestanforderungen und Grenzwerte in der Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TrinkwV 2001) verankert. Die Trinkwasserverordnung ist die Umsetzung der EG-Richtlinie 98/83/EG vom 3.November 1998 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch in deutsches Recht.

Die Zahl der nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossenen Bewohner von derzeit noch ca. 2000 soll sukzessive gesenkt werden, da mit dem Klimawandel zunehmend Qualitäts- und Mengenprobleme in den hauseigenen Brunnen auftreten.

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