Abwasserentsorgung

Die Abwasserentsorgung ist in Thüringen Aufgabe der Kommunen, die sich dafür großenteils zu Abwasserzweckverbänden  zusammengeschlossen haben.

Hauptziel des Aufbaus einer geordneten Abwasserbeseitigung ist der Schutz der Oberflächengewässer und des Grundwassers bzw. die nachhaltige Sicherstellung einer gu­ten Gewässerqualität. Mithilfe der seit 1991 mit erheblichem Aufwand realisierten Abwasseranlagen konnte die Gewässergüte der klassifizierten Gewässer in Thüringen kontinuierlich verbessert werden. Mit dem erreichten Anschlussgrad an kommunale Kläranlagen von ca. 80 % hat Thüringen im Vergleich zu den anderen Bundesländern jedoch immer noch einen Nachholbedarf.

Ende 2017 wurden in Thüringen 555 Kläranlagen mit einer Gesamtkapazität von ca. 3,4 Mio. Einwohnerwerten (EW) betrieben. Dabei haben 366 der Kläranlagen eine Kapazität von unter 1000 EW und nur 6 eine Kapazität von mehr als 100.000 EW.

Das Kanalnetz hatte zu diesem Zeitpunkt thüringenweit eine Länge von ca. 16.000 Kilometern.

Zukünftiger Schwerpunkt ist die weitere Erhöhung des Anschlussgrads und die kontinuierliche Reduzierung von Nährstoffeinträgen wie Ammonium und Phosphor.

Das in 2019 novellierte Thüringer Wassergesetz gibt vor, dass Abwässer aus Siedlungsgebieten mit mehr als 200 Einwohnern öffentlich entsorgt werden. In Siedlungsgebieten mit weniger als 200 Einwohnern soll die Abwasserentsorgung ebenfalls öffentlich erfolgen, wenn wasserwirtschaftliche Gründe dies erfordern.

Untermauert werden die gesetzlichen Regelungen  durch den Abwasserpakt zwischen dem Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz und dem Gemeinde- und Städtebund Thüringen. Der Abwasserpakt besagt, dass die Aufgabenträger der Abwasserbeseitigung bis 2030 thüringenweit einen Anschlussgrad an öffentliche Kläranlagen von deutlich über 90 % schaffen.

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