Pegelmessnetz

Die Kenntnis der Wasserstände und der daraus ermittelten Durchflüsse in den Gewässern ist Voraussetzung für die hydrologische Arbeit und deren Umsetzung in die wasserwirtschaftliche Praxis. Die Beobachtung der Wasserstände erfolgt an den Pegeln, deren Grundform der Lattenpegel darstellt. Diese einfache Bauart ist in Thüringen nur noch bei einem geringen Prozentsatz aller Pegel anzutreffen. Standard ist die Ergänzung des Lattenpegels durch einen Schreibpegel zur kontinuierlichen Aufzeichnung der Wasserstände. Seit 1990 wurde die Mehrzahl der Thüringer Pegel zusätzlich mit Einrichtungen zur digitalen Erfassung der Wasserstände ausgerüstet, die eine wesentliche Rationalisierung bei der Weiterverarbeitung dieser Daten (hydrologische Statistik) bedeuten. Hierzu gehören Datensammler (DS) und Einrichtungen zur Datenfernübertragung (DFÜ). Mit DFÜ ist neben der Sammlung der Wasserstandsdaten zusätzlich eine Übertragung bzw. Abfrage aktueller Wasserstände möglich.

Die Ermittlung der Durchflüsse an den Pegeln erfolgt in der Regel durch hydrometrische Messungen mittels Messflügeln. Die bei verschiedenen Wasserständen ermittelten Durchflüsse werden zu einer Wasserstands-Durchfluss-Beziehung zusammengefasst (Durchflusskurve, Durchflusstafel). Zur Erfüllung der wasserwirtschaftlichen Aufgaben muss ein ausreichend dichtes Pegelnetz vorhanden sein. In Thüringen sind insgesamt 201 Pegel an Fließgewässern vorhanden. Einen optischen Eindruck zur Struktur des Pegelnetzes vermittelt die Karte Pegel an Fließ- und Standgewässern.

 Karte der Thüringer Fließ- und Standgewässer sowie der Pegelstandorte als PDF Dokument

Gewässerlängsschnitte

Für Planungen, Bau- und Ausbaumaßnahmen am und im Gewässer wie beispielsweise für den Brückenbau oder für den Betrieb von Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken oder auch für die Ausweisung von Überschwemmungsgebieten werden hydrologische Bemessungswerte benötigt. Dabei handelt es sich in der Regel um Hochwasserscheitelabflüsse mit Wahrscheinlichkeitsaussage HQ(T), wobei T das Wiederkehrintervall (Jährlichkeit) des Hochwasserabflusses HQ angibt. Die Bemessungsgrößen werden i. d. R. über eine extremwertstatistische Auswertung von Pegeldaten gewonnen. Für unbeobachtete Fließgewässerquerschnitte erfolgt eine Regionalisierung bzw. Übertragung der statistischen Werte. In Thüringen liegen für wichtige Gewässer hydrologische Längsschnitte vor [als HQ(T)-Längsschnitte]. An unbeobachteten Gewässerprofilen ist die Aufstellung hydrologischer Einzelgutachten erforderlich Anforderungen an hydrologische Gutachten (GLD, Nov. 2014).

Die Hydrologischen Gewässerlängsschnitte können HIER als Download im PDF-Format angesehen und abgerufen werden.

Statistik im Jahrbuchformat

Die statistischen Auswertungen der an den Pegeln ermittelten Durchflüsse werden im Format der Jahrbuchseiten (analog der Veröffentlichung im Deutschen Gewässerkundlichen Jahrbuch (DGJ) über das Internetangebot der HNZ dargestellt. Dazu gehören Tages-, Haupt- und Extremwerte sowie Dauerzahlen. Diese Angaben liegen für die meisten im Internet dargestellten Pegel vor, teils über die Veröffentlichung im DGJ hinausgehend. Nach der Wahl des Pegels wird unter der Rubrik der Stammdaten in der angezeigten Liste "Jahrbuchseiten Durchfluss" das gewünschte Jahr ausgewählt. Danach erscheint die Jahrbuchseite mit den Werten für das Jahr und den entsprechenden Auswertungen. Hier findet sich eine Erläuterung zu den Gewässerkundliche Hauptwerten.

Eine bundesweite Sicht auf das Deutsche Gewässerkundliche Jahrbuch findet sich auf http://www.dgj.de/.

Gewässerkundliche Monats- und Jahresberichte

Das Thüringer Landesamt für Umwelt und Geologie erarbeitet regelmäßig einen Bericht, in dem die meteorologisch-hydrologische Situation in Thüringen mit Daten zu Menge und Güte von Fließ- und Standgewässern sowie zum Grundwasser veröffentlicht werden.

Vom der Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergau und Naturschutz Thüringen (Referat: Hydrologischer Landesdienst, Hochwassernachrichtenzentrale) wird ausgehend von den regelmäßig erscheinenden Gewässerkundlichen Monatsberichten ein Jahresbericht zur quantitativen Beschreibung der oberirdischen Gewässer erarbeitet. Darin ist das Abfluss- und Hochwassergeschehen unter Auswertung repräsentativer Pegel sowie die Mengenbewirtschaftung der Talsperren bezogen auf ein Kalenderjahr zusammenfassend dargestellt.

 

2018Jan.Feb.Mär.Apr.MaiJun.Jul.Aug.Sep.Okt.Nov.Dez.Jahresbericht
2017Jan.Feb.Mär.Apr.MaiJun.Jul.Aug.Sep.Okt.Nov.Dez.Jahresbericht
2016Jan.Feb.Mär.Apr.MaiJun.Jul.Aug.Sep.Okt.Nov.Dez.Jahresbericht
2015Jan.Feb.Mär.Apr.MaiJun.Jul.Aug.Sep.Okt.Nov.Dez.Jahresbericht
2014Jan.Feb.Mär.Apr.MaiJun.Jul.Aug.Sep.Okt.Nov.Dez.Jahresbericht
2013Jan.Feb.Mär.Apr.MaiJun.Jul.Aug.Sep.Okt.Nov.Dez.Jahresbericht
2012Jan.Feb.Mär.Apr.MaiJun.Jul.Aug.Sep.Okt.Nov.Dez.Jahresbericht
2011Jan.Feb.Mär.Apr.MaiJun.Jul.Aug.Sep.Okt.Nov.Dez.Jahresbericht

 

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