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Durchgängigkeit

Ziel und Aufgabe

Durchgängigkeit vergrößerte Ansicht
Durchgängigkeit am Gewässer, Aufn. K. Menge / TLUBN
Enten vergrößerte Ansicht
Durchgängigkeit am Gewässer, Aufn. K. Menge / TLUBN
Durchgängigkeit vergrößerte Ansicht
Durchgängigkeit am Gewässer, Aufn. K. Menge / TLUBN

Die Gewässer sind durch Querbauwerke in Abschnitte eingeteilt, die für viele im Wasser lebende Tiere nicht überwindbar sind. Rückstau und der damit verbundene Einfluss auf Sedimente verändern die natürlichen Lebensräume. Deshalb ist es insbesondere für die natürlich in unseren Gewässern vorkommenden Fischarten nicht mehr möglich, stabile Populationen aufzubauen.   

Ziel

In den Gewässern sollen die natürlich vorkommenden Arten wieder in stabilen Lebensgemeinschaften leben und sich ohne Zutun des Menschen erhalten können. Neben sauberem Wasser und vielfältigen Lebensräumen ist die Durchgängigkeit der Gewässernetze hierfür eine wichtige Voraussetzung. Die Laichgebiete, Aufwuchsgebiete und die Lebensräumen der erwachsenen Tiere, die sich zwischen der Mündung und den Oberläufen der Gewässernetze befinden, sind dazu durchgängig zu verbinden.

Es ist ein europaweites, im deutschen Wassergesetz verankertes Ziel, dass bis 2027 die Flüsse und Bäche in einem guten Zustand sein sollen - mit der natürlichen Vielfalt der Pflanzen und Tiere, einer guten Wasserqualität und einem möglichst naturnahen Gewässerverlauf. In den Maßnahmenprogrammen des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz sind die Maßnahmen enthalten, die für das Ziel, einen guten Gewässerzustand zu erreichen,  erforderlich sind. Das Herstellen der Durchgängigkeit ist darin ein wesentlicher Bestandteil.

Unser Beitrag

Die wesentlichen Maßnahmen zum Herstellen der Durchgängigkeit an Querbauwerken wie Wehren, Wasserkraftanlagen, Sohlenabstürzen sind

  • Der Rückbau der Bauwerke

  • Alternativ das Herstellen der Durchgängigkeit über Umgehungsgerinne oder Fischaufstiegsanlagen

  • Der Fischschutz und die Sicherstellung des Fischabstiegs an Wasserkraftanlagen

  • Die Sicherstellung des Sedimenttransportes

  • An Ausleitungsstrecken die Sicherstellung des Mindestwasserabfluss im Mutterbett.

Das TLUBN als obere Wasserbehörde und die unteren Wasserbehörden sind die für die Gewässerbewirtschaftung verantwortlichen Behörden. Das TLUBN ist  auch Fachbehörde und Eigentümer vieler Querbauwerke in den größeren Thüringer Gewässern (Gewässern erster Ordnung). Es werden deshalb im TLUBN die zum Erreichen des Ziels erfoderlichen Fachgrundlagen erarbeitet, Vorgaben für die unteren Wasserbehörden erarbeitet und Anordnungen an Nutzer der Gewässer geschrieben, Anträge geprüft und genehmigt sowie eigene Bauvorhaben vorbereitet und umgesetzt.

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