Zentrales Labor- und Probenmanagement

Jährlich werden neue Messprogramme erstellt, um die Gewässergüte und –qualität im Bundesland Thüringen zu überwachen und zu charakterisieren. Die ordnungsgemäße Beprobung erfolgt unter Beachtung der gültigen Normen und Vorschriften. Bei der Probenahme werden Vorort-Parameter wie pH Wert, Leitfähigkeit, Temperatur, Färbung, Trübung und Geruch sofort ermittelt und in einem Probenahmeprotokoll dokumentiert.

Die Bestimmung der geforderten Parameter erfolgt in Oberflächenwasser (Flüsse und Talsperren), Grundwasser, Abwasser sowie Feststoffen (Abfall/Halden).

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    Über 70% unseres Trinkwassers in Deutschland stammt aus Grundwasserressourcen. Daher ist es von äußerster Wichtigkeit die hohen Qualitätsanforderungen an die Wassergüte zu kontrollieren und aufrecht zu erhalten. Um dies zu ermöglichen werden regelmäßig spezielle Grundwassermessstellen (z.B. Schachtbrunnen, gefasste Quellen oder verfilterte Bohrungen) beprobt und untersucht.

    Warum:

    • Einschätzung des geogenen chemischen Zustandes der Grundwasserkörper mit räumlicher Ausbreitung und zeitlicher Veränderung
    • Ermittlung anthropogener Stoffeinträge und Untersuchung von Havarieauswirkungen
    • Erkenntnisse aus den erhobenen Daten dienen u.a. der Gefahrenabwehr und können zu behördlichen Maßnahmen führen, z.B. als Folge regionaler Belastungen des Grundwassers mit Nitrat, Schwermetallen oder Pflanzenschutzmitteln

    Wie:

    • Die Probenahme in Bohrungen und Brunnen erfolgt zumeist unter Verwendung einer Unterwasserpumpe (MP1) und Steigrohren Die Entnahmetiefen liegen zwischen 3 und 75 Meter.
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    Zu den Oberflächengewässern gehören neben Fließgewässern (Flüsse wie z.B. Saale, Unstrut und Werra) auch Standgewässer wie die Bleilochtalsperre. Dabei handelt es sich um Überblicksmessstellen, welche seit mehreren Jahren monatlich beprobt werden und operative Entnahmestellen, deren Beprobung sich aus verschiedenen fachlichen Fragestellungen ergibt.

    Warum:

    • Einschätzung des geogenen chemischen Zustandes der Grundwasserkörper mit räumlicher Ausbreitung und zeitlicher Veränderung
    • Ermittlung anthropogener Stoffeinträge und Untersuchung von Havarieauswirkungen
    • Erkenntnisse aus den erhobenen Daten dienen u.a. der Gefahrenabwehr und können zu behördlichen Maßnahmen führen, z.B. als Folge regionaler Belastungen des Grundwassers mit Nitrat, Schwermetallen oder Pflanzenschutzmitteln

    Wie:

    • Die Proben werden, je nach beauftragtem Parameterumfang, in spezielle Flaschen abgefüllt und wenn nötig unter Zugabe von Chemikalien konserviert. Anschließend erfolgt der gekühlte Transport ins Labor zur Ermittlung der geforderten Parameter.
    • Bei den Probenahme werden die Vorort-Parameter (pH, Leitfähigkeit, Temperatur, Sauerstoff, Sauerstoffsättigung) sofort ermittelt und in einem Probenahmeprotokoll dokumentiert.
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    Die Abwasserprobenahme erfolgt im Rahmen einer staatlichen Überwachung in Ergänzung zur gesetzlich für die Abwassereinleiter vorgeschriebenen Eigenkontrolle. Bei den zu überwachenden Einleitstellen handelt es sich um direkte Abwassereinleitungen in ein Gewässer oder um sogenannte indirekte Einleitungen, bei denen gewerbliches Abwasser zur weiteren Behandlung in die öffentliche Kanalisation geleitet wird. Die genauen Entnahmestellen, die Häufigkeit und das Messprogramm werden von den zuständigen Wasserbehörden, in der Regel sind dies die Landkreise und kreisfreien Städte, festgelegt.

    Warum:

    • Kontrolle der Einhaltung der in der wasserrechtlichen Erlaubnis festgelegten Grenzwerte zur Überwachung des ordnungsgemäßen Betriebs der Behandlungsanlagen sowie Festlegung von ggf. erforderlichen Sanierungsmaßnahmen und der Höhe der Abwasserabgabe
    • Ermittlung von anthropogenen Stoffeinträgen sowie Auswirkungen von Havarien
    • Ermittlung von Handlungsoptionen im Rahmen einer Maßnahmenplanung zur Verbesserung der Gewässerqualität zur Erfüllung von nationalen und internationalen Bestimmungen
    • Grundlage für die Erfüllung von nationalen und internationalen Berichtspflichten

    Wie:

    • Etablierte Möglichkeiten der Abwasserprobenahme sind die (qualifizierte) Stichprobe und die 2-Stunden-Mischprobe .
    • Die Proben werden je nach beauftragtem Parameterumfang in spezielle Flaschen abgefüllt und teilweise unter Zugabe von Chemikalien konserviert. Anschließend erfolgt der gekühlte Transport ins Labor zur Ermittlung der beauftragten Parameter.

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