Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

SDG 4 - Hochwertige Bildung

Ziel: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern

Beschreibung:

Bis 2030 beabsichtigt SDG 4 auf sämtlichen Ebenen die Sicherstellung einer inklusiven und „hochwertigen“ Bildung für Mädchen wie Jungen bzw. Frauen und Männer. Sie sollen die uneingeschränkte Möglichkeit erhalten, neben einer exzellenten frühkindlichen Betreuung sowohl eine sehr gute Grund- und Sekundarschulbildung als auch eine ausgezeichnete fachliche, berufliche, tertiäre und/oder universitäre Bildung bzw. Ausbildung zu genießen. Hierbei dürfen weder das Geschlecht, die Herkunft oder der soziale Hintergrund noch persönliche Handikaps eine Rolle spielen. Ferner zielt man darauf ab, alle Jugendlichen sowie einen großen Teil der erwachsenen Weltbevölkerung zum Lesen, Schreiben und Rechnen zu befähigen. Schließlich besteht ein weiteres Teilziel in der bildungs- oder wissensbasierten Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung oder Lebensweise, die Kenntnisse über Menschenrechte sowie eine Kultur der Gewaltlosigkeit mit einschließt.

Konkrete Maßnahmen zur Umsetzung dieses nachhaltigen Entwicklungsziels umfassen den Bau sowie Ausbau von barrierefreien, sicheren und inklusiven Bildungseinrichtungen mit effektivem Lernumfeld für Menschen jeden Alters und Geschlechts. Außerdem ist bis 2020 vorgesehen, den Entwicklungsländern und hier insbesondere den unterentwickelten Ländern mehr Stipendien für einen Hochschulbesuch und zur Berufsausbildung in entwickelten Ländern in Aussicht zu stellen, während es in den Entwicklungsländern bis 2030 eine wesentlich größere Zahl an qualifizierten Lehrkräften geben soll. Um Letzteres zu verwirklichen, ist eine internationale Zusammenarbeit bei der Lehrerausbildung angedacht.

Relevanz für Kommunen:

Die Bildungspolitik gehört in Deutschland vornehmlich zum Aufgabenbereich der Bundesländer. Trotzdem sind die Kommunen für die Schulträgerschaft sowie die Schulverwaltung verantwortlich. In den Vordergrund rücken gegenwärtig kommunale Aufgaben in Bezug auf barrierefreie Schulräume für Kinder mit Handicaps oder bezüglich der digitalen Infrastruktur von Schulen. Generell sind auch Fragen der Erreichbarkeit von Schulen und nach geeigneten Transportmöglichkeiten relevant.

Außer der Errichtung und Unterhaltung von Schulen haben Kommunen die Aufgabe, den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung zu erfüllen. Zur Erbringung dieser Pflichtleistung sollen die Kommunen – nach dem Subsidiaritätsprinzip – andere Träger beauftragen. Gemäß SGB VIII sind Kommunen darüber hinaus zuständig für die Förderung der Qualitätsentwicklung. Somit nehmen sie einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Rahmenbedingungen der Schul- und der frühkindlichen Bildung.

Ebenso ergeben sich kommunale Gestaltungsspielräume bei der kulturellen Bildung oder der Weiterbildung (siehe Angebote kommunaler Volkshochschulen).

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: