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SDG 3 - Gesundheit und Wohlbefinden

Ziel: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern

Beschreibung:

Außer der bis 2020 anvisierten weltweiten Halbierung der Zahl der bei Verkehrsunfällen Verunglücktenerfordert die Gewährleistung eines gesunden Lebens für alle Menschen jeden Alters in physischer wie psychischer Hinsicht bis 2030 vor allem die Bekämpfung von übertragbaren Krankheiten, die Beseitigung von Epidemien, die Reduzierung der Müttersterblichkeit, die Verringerung der Sterblichkeitsrate bei Säuglingen und Kindern sowie die Dezimierung der durch Umweltverschmutzung verursachten Krankheits- und Todesfälle. Ebenfalls wird die Förderung der mentalen Gesundheit vorgesehen, wobei die Senkung der Frühsterblichkeit infolge nicht übertragbarer Krankheiten und die Eindämmung des Suchtstoffmissbrauchs durch präventive Maßnahmen gelingen sollen. Des Weiteren werden Anstrengungen unternommen, eine allgemein zugängliche reproduktionsmedizinische Versorgung zu gewährleisten. Ansonsten liegt ein genereller Schwerpunkt in der Verwirklichung einer umfassenden Gesundheitsversorgung für alle – inklusive der Zugänglichkeit zu notwendigen Arzneimitteln.

Zu den Vorschlägen zur Umsetzung dieses SDG zählen die globale Anwendung des auf die Beschränkungdes Tabakgebrauchs abzielenden Rahmenübereinkommens der Weltgesundheitsorganisation, die medizinische Forschung, die Entwicklung von allgemein verfügbaren, unentbehrlichen Medikamenten und der alle Länder betreffende Kapazitätsausbau bezüglich präventiver Risikominderung und des Managements weltweiter Gesundheitsrisiken.

Speziell für Entwicklungsländer sind eine ausgeweitete Gesundheitsfinanzierung sowie die Ausbildungvon Gesundheitsfachkräften von großer Wichtigkeit.

Relevanz für Kommunen:

Das Themenfeld Gesundheit manifestiert sich in den Kommunen als Querschnittsaufgabe, da Gesundheitmit verschiedenen Aufgabenbereichen (z. B. Bildung, Umwelt und Soziales) sowie entsprechenden, kommunalpolitischen Entscheidungen eng verbunden ist.

Bezüglich Präventions- bzw. Gesundheitsförderung, -schutz und -vorsorge kommt auf kommunaler Ebene insbesondere den kommunalen Gesundheitsämtern – neben den Krankenhäusern und den niedergelassenen Ärzten – eine wichtige Bedeutung zu. Im Bereich der Prävention oder der Gesundheitsförderung in Kommunen wären außerdem noch andere Einrichtungen und Orte zu nennen (u. a. Heilstätten, Sozialstationen, örtliche Suchtberatungsstellen, lokale Vereine oder Gemeinschaften, Bildungseinrichtungen und/oder andere mögliche Erholungsorte bzw. –einrichtungen im Zuständigkeitsbereich der Kommunen, wie z. B. Parkanlagen, Grünflächen, Badeanstalten odereigene Sportstätten).

Immer seltener befinden sich z. B. Pflegeheime noch in öffentlicher Trägerschaft. Trotz dieser Entwicklung stellt die stationäre wie ambulante medizinische Versorgung eine wichtige Komponente im gesamten Bereich der kommunalen Gesundheit (einschließlich der Pflege) dar, auch wenn Kommunen bezogen auf die Pflege nur eingeschränkte direkte Steuerungsmöglichkeiten haben.

Um für die Bevölkerung vor Ort gesunde Lebensbedingungen zu schaffen, erscheinen beispielsweise die Erstellung eines kommunalen Gesundheitsplans, die Einbeziehung der Gesundheitsthematik bei der Stadt(teil)entwicklung oder hygienische Kontrollen in kommunalen Einrichtungen sinnvoll. Öffentliche Grünflächen oder freigehaltene Flächen in städtischen Gebieten fördern zusätzlich das lokale Klima und die Luftqualität. Als Straßenbaulastträger für die Gemeindestraßen können die Kommunen des Weiteren einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.

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