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SDG 12 - Verantwortungsvoller Konsum & Produktion

Ziel: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Beschreibung:

Zentraler Inhalt dieses SDG ist die Umsetzung des Zehnjahres-Programmrahmens, der sich auf nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster bezieht. Unter der Voraussetzung ihrer jeweiligen Entwicklungsstandards oder politischen Rahmenbedingungen sind alle Länder dazu angehalten, geeignete Maßnahmen in Angriff zu nehmen. Beispielsweise sieht man im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Unternehmen oder der öffentlichen Beschaffung eine Unterstützung nachhaltiger Verfahren vor. Ohnehin sollen alle Menschen bis 2030 über nachhaltigkeitsrelevante Informationen und ein Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung verfügen, während man bis dahin auch auf eine deutliche Reduzierung des Abfallaufkommens und eine effizientere Verwendung natürlicher Ressourcen hinarbeitet. Ferner muss einerseits aufseiten der Produzenten und Konsumenten die Verschwendung von Nahrungsmitteln pro Kopf bis zur Hälfte verringert und andererseits dem Nahrungsmittelverlust aufseiten der Produktion und des Transports Einhalt geboten werden. Schon bis 2020 wird gefordert, mit Chemikalien sowie sämtlichen Abfällen umweltverträglich umzugehen und damit verbundene Umweltbelastungen einzugrenzen.

Entwicklungsländern muss in diesem Kontext Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden. Das geschieht durch die Stärkung ihrer wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten, um den Übergang zu nachhaltigen Konsum- und Produktionsmustern zu unterstützen. Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang auch die Förderung eines nachhaltigen Tourismus. Ineffiziente Subventionierung fossiler Brennstoffe muss vermieden werden, wenn sich daraus ein verschwenderischer Verbrauch ableitet. Nationale Märkte müssen effizienter funktionieren, indem sinnvolle Rationalisierungen und Umstrukturierungen durchgeführt werden und zur gleichen Zeit auf die besonderen Bedürfnisse und Gegebenheiten der Entwicklungsländer Rücksicht genommen wird.

Relevanz für Kommunen:

Die Abfallentsorgung kann man als typisches Aufgabenfeld der Kommunen bezeichnen. Kommunen fungieren generell als öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger und sind damit für die kommunale Siedlungsabfallwirtschaft verantwortlich. Um Ressourcenverschwendung zu vermeiden und eine nachhaltige Abfallwirtschaft zu unterstützen, sollten das Recycling, die Biokompostierung von bestimmten Abfällen sowie die auf Nachhaltigkeit abzielende Verwertung von Bioabfällen gefördert werden, während illegale Müllablagerungen in der Landschaft verhindert werden müssen.

In der Kommunalverwaltung nimmt das Beschaffungswesen in seiner Funktion als Abnehmer von Waren und Dienstleistungen u. a. erheblichen Einfluss auf das kommunale Nachhaltigkeitsverständnis. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist es für den Konzern Kommune nicht nur sinnvoll, nachhaltige Produkte (wie z. B. Recyclingpapier) zu beschaffen, sondern beispielsweise auch darauf zu achten, ob Lieferanten nachhaltig wirtschaften. Um international die nachhaltige Entwicklung zu fördern, eröffnen z. B. Städtepartnerschaften zahlreiche Möglichkeiten.

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