Radon an Arbeitsplätzen

Bis Ende 2020 muss Thüringen ermitteln und bekanntgeben, in welchen Gebieten in vielen Gebäuden eine hohe Radon-Konzentration zu erwarten ist. In diesen Gebieten muss die Radon-Konzentration an Arbeitsplätzen im Keller und im Erdgeschoss gemessen werden.

Beträgt die Radon-Konzentration am Arbeitsplatz mehr als 300 Becquerel pro Kubikmeter, müssen sofort Maßnahmen eingeleitet werden, um die Radon-Konzentration dort zu senken.

Lässt sich die Radon-Konzentration am Arbeitsplatz nicht unter 300 Becquerel pro Kubikmeter senken, müssen der Arbeitsplatz gemeldet, die zu erwartende Strahlendosis für die Beschäftigten abgeschätzt und ggf. weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Für besondere Arbeitsplätze, an denen hohe Radon-Konzentrationen häufig vorkommen können, wie zum Beispiel in Bergwerken, Schächten und Höhlen, einschließlich Besucherbergwerken, in Radonheilstollen und Radonbädern sowie in Anlagen der Wassergewinnung, - aufbereitung und –verteilung gilt die Mess- und Maßnahmenpflicht unabhängig davon, ob sie in einem sogenannten Radonvorsorgegebiet liegen oder nicht.

Die Regelungen für Arbeitsplätze finden sich in den §§ 126 bis 132 des Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG) und den §§ 155 bis 158 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV).

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