Strahlenschutz

Am 6. Februar 2014 ist die Richtlinie 2013/59/Euratom des Rates vom 5. Dezember 2013 zur Festlegung grundlegender Sicherheitsnormen für den Schutz vor den Gefahren einer Exposition gegenüber ionisierender in Kraft getreten.

Diese Richtlinie passt das Strahlenschutzrecht dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand an.

Das deutsche Recht zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung war bisher hauptsächlich in der Strahlenschutz- und in der Röntgenverordnung mit überwiegend identisch gefasste Regelungen geregelt,

Die Überwachung der Umweltradioaktivität und Maßnahmen bei radiologischen Notfällen waren Gegenstand des Strahlenschutzvorsorgegesetzes.

Die Regelungen der Strahlenschutz-, der Röntgenverordnung und des Strahlenschutzvor-sorgegesetzes wurden ins neue Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzgesetz – StrlSchG) aufgenommen und die alten rechtlichen Regelungen außer Kraft gesetzt.

Das StrlSchG erweitert zudem den thematisch bereits breiten Anwendungsbereich des Strahlenschutzrechts bei einer Vielzahl von Sachverhalten, zum Beispiel in Medizin, Forschung und Industrie.  Beispiele hierfür sind Neuregelungen zu dem natürlich vorkommenden radioaktiven Edelgas Radon in Aufenthaltsräumen und an Arbeitsplätzen, radioaktiven Altlasten und Radioaktivität in Bauprodukten.

Um das StrlSchG vollzugsfähig zu machen und den reibungslosen Übergang vom bisherigen auf das neue Strahlenschutzrecht zu gewährleisten, wurden in der Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzverordnung – StrlSchV) ergänzende Regelungen spezifischer und konkretisierender materieller Aspekte getroffen.

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz ist unter anderem zuständig für den Vollzug vieler Aufgaben des StrlSchG und der StrlSchV.

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