Thüringer Messstrategie

Aufgabe des TLUBN ist es, u. a. die Luftqualität in Thüringen zu erfassen und zu beurteilen.

Die zu erfassenden und zu beurteilenden Luftschadstoffe sind in der 39. BImSchV geregelt. Dort sind u. a. Grenz- und Zielwerte festgelegt, deren Einhaltung überwacht werden muss. Eine Auflistung der untersuchten Luftschadstoffe, sowie weitere Informationen sind hier zu finden.

Zu bewerten ist die Luftqualität für das gesamte Thüringer Territorium. Hinsichtlich der territorialen Belastung gibt es z. T. größere Unterschiede in der Luftqualität. Dies ist bei Messnetzplanungen, wie z. B. dem Aufbau des automatisierten Messnetzes mit zu berücksichtigen. Die städtischen und ländlichen sowie Waldmessstationen wurden unter diesem Aspekt über das Territorium des Freistaates verteilt.

Zu messen ist in Bereichen, in denen die höchsten Werte auftreten, denen die Bevölkerung wahrscheinlich direkt oder indirekt über einen Zeitraum ausgesetzt sein wird sowie in Bereichen, die für die Exposition der Bevölkerung allgemein als repräsentativ anzusehen sind.

Ländliche und Waldmessstationen

Die Probenahmestellen, sollten mehr als 20 Kilometer von Ballungsräumen beziehungsweise mehr als 5 Kilometer von anderen bebauten Flächen, Industrieanlagen oder Autobahnen oder auch stark befahrenen Hauptstraßen entfernt gelegen sein. Die so erhobenen Luftproben sind für die Luftqualität einer Fläche von mindestens 1.000 Quadratkilometer repräsentativ.

Städtische/vorstädtische Messstationen

Messstationen für den städtischen Hintergrund müssen so gelegen sein, dass die gemessene Verschmutzung den integrierten Beitrag sämtlicher Quellen im Luv der Hauptwindrichtung der Station erfasst. Für die gemessene Verschmutzung sollte nicht eine einzelne Quelle vorherrschend sein, es sei denn, dies ist für eine größere städtische Fläche typisch. Die Probenahmestellen müssen grundsätzlich für eine Fläche von mehreren Quadratkilometern des städtischen Gebietes repräsentativ sein.

Verkehrsmessstationen

Bei allen Schadstoffen müssen verkehrsbezogene Probenahmestellen mindestens 25 Meter vom Rand verkehrsreicher Kreuzungen und höchstens 10 Meter vom Fahrbahnrand entfernt sein. Der Ort der Probenahmestelle ist darüber hinaus so zu wählen ist, dass die Luftproben – soweit möglich – für die Luftqualität eines Straßenabschnitts von nicht weniger als 100 Meter Länge repräsentativ sind.

Industrienahe Messstationen

Der Ort von Probenahmestellen ist im Allgemeinen so zu wählen, dass die Messung von Umweltzuständen, die einen sehr kleinen Raum in ihrer unmittelbaren Nähe betreffen, vermieden wird. Dies bedeutet, dass der Ort der Probenahmestelle so zu wählen ist, dass die Ergebnisse für nicht weniger als 250 Meter x 250 Meter repräsentativ sind.

Generell gilt, dass Probenahmestellen möglichst auch für ähnliche Orte repräsentativ sein sollten, die nicht in ihrer unmittelbaren Nähe gelegen sind.

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