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Industrie- und Gewärbelärm

Industrie- und Gewerbelärm bezeichnet den Lärm, welcher von gewerblich oder industriell genutzten Anlagen im Sinne des Gesetzes zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz - BImSchG) verursacht wird. Dazu zählen alle Anlagen oder Teilanlagen von Betrieben, sowohl von großen Industriebetrieben als auch von kleinen Handwerksbetrieben oder Einzelhandelsgeschäften. Es gehört neben dem beim Produktions- bzw. Herstellungsprozess entstehenden Lärm auch der Verkehrslärm auf dem Betriebs- oder Werksgelände dazu.

Die Immissionsrichtwerte zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Anlagengeräusche werden in der 6. Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm – TA Lärm) vorgegeben. Diese enthält ebenfalls quantitative Beurteilungsmaßstäbe, mit deren Hilfe die Einhaltung der Immissionsrichtwerte überprüft werden kann. Das BImSchG und die TA Lärm schreiben vor, dass bei der Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von Anlagen der jeweilige Stand der Technik zu berücksichtigen ist. Auch wenn die TA Lärm sowohl für genehmigungsbedürftige als auch für nicht genehmigungsbedürftige Anlagen anzuwenden ist, gelten nach dem BImSchG für die Betreiber jedoch unterschiedliche Pflichten. Dabei ist der Schutz der Nachbarschaft von besonderer Bedeutung. In Thüringen wird das TLUBN dabei in besonders gelagerten Einzelfällen von den zuständigen Behörden um fachliche Hilfe gebeten.

Die zügige Entwicklung von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energien bildet dabei oft Besonderheiten mit zum Teil neuen Lärmproblematiken. Windenergieanlagen sind beispielsweise durch die Höhe der Emissionsquellen problematisch. Weitere Ausführungen zu Geräuschen und Schattenwurf von Windenergieanlagen finden sich hier.

Wasserkraftanlagen und Blockheizkraftwerke emittieren tieffrequenten Schall. Stationäre gebäudetechnische Geräte, wie beispielsweise Luftwärmepumpen und Mini-Blockheizkraftwerke, sind ebenfalls Anlagen im Sinne der TA Lärm und Emittenten von tieffrequenten Schall. Da diese zunehmend in direkter Nähe zu den maßgeblichen Immissionsorten betrieben werden, geben sie oft Anlass für Lärmproblematiken. Auf die Besonderheiten bei zu tieffrequenten Geräuschimmissionen wird hier näher eingegangen.

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