Unbeabsichtigte Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen

Freisetzungen sind Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Organismen (GVO), die für eine bestimmte Zeit an einem oder mehreren bestimmten Standorten durchgeführt werden.

Freisetzungen dürfen nur nach Genehmigung durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) durchgeführt werden. Durch geeignete Maßnahmen wird die zeitliche und räumliche Begrenzung des Freilandversuches sichergestellt.

Genehmigte Freisetzungen mit GVO werden derzeit im Freistaat Thüringen nicht praktiziert. Frühere Freilandversuche sind bereits seit Längerem abgeschlossen.

Diesbezüglich ist nur eine unbeabsichtigte Freisetzung möglich, beispielsweise im landwirtschaftlichen Bereich durch gentechnisch verunreinigtes Saatgut.

Die zuständige Behörde für den Überwachungsvollzug erlässt dann Anordnungen, die erforderlich und geeignet sind, die Einhaltung des Gentechnikrechts sicherzustellen.

Die Maßgabe der Vernichtung beispielsweise von Pflanzen im Agrarsektor bezweckt, die unkontrollierte Verbreitung des nicht für Anbauzwecke zugelassenen Genkonstrukts auszuschließen und mögliche Gefahren für die Umwelt, die nicht abschließend im Rahmen des ansonsten erforderlichen Genehmigungsverfahrens geprüft worden sind, abzuwenden.

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