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Biozide

Biozide sind Wirkstoffe und Produkte, die in einem weiten Anwendungsspektrum zur Bekämpfung oder Abwehr von Schädlingen und Lästlingen wie Insekten, Mäusen und Ratten, aber auch Algen, Pilzen und Bakterien eingesetzt werden. Aufgrund des großen Einsatzspektrums werden Biozidprodukte in insgesamt 22 Produktarten unterteilt. Dazu gehören z.B.  Desinfektionsmittel für die menschliche Hygiene (Produktart 1) oder sogenannte Topfkonservierungsmittel zum Schutz von Fertigerzeugnissen in Behältern wie Farben und Lacken (Produktart 6).

Weil Biozidprodukte und ihre Wirkstoffe ein Risiko für Mensch und Umwelt darstellen können, ist das Inverkehrbringen und die Verwendung von Bioziden europaweit durch die Verordnung (EU) 528/2012 reguliert.  Nach Genehmigung des Wirkstoffes durch die EU-Kommission erfolgt die nationale oder unionsweite Zulassung der einzelnen Produkte.

Übergangsregelungen für Biozide mit Altwirkstoffen (Kopie 1)

Gegenwärtig werden sämtliche, bereits vor dem 14. Mai 2000 befindliche Altwirkstoffe wissenschaftlich überprüft. Für Biozidprodukte mit Altwirkstoffen gelten Übergangsregelungen nach § 28 Chemikaliengesetz (ChemG), sofern das entsprechende Biozidprodukt bei der Bundesstelle für Chemikalien gemeldet wurde. Ob ein Biozidprodukt auf dem Markt bereitgestellt oder verwendet werden darf, ergibt sich aus den entsprechenden Datenbanken der Bundesstelle für Chemikalien.

Verwendungsbedingungen für Biozide

Rechtlich vorgeschrieben ist die Prüfung möglicher Alternativen zum Biozideinsatz. Das Umweltbundesamt betreibt hierzu ein Informationsportal für Biozide. Darüber hinaus ergeben sich aus der Kennzeichnung und Zulassung des Biozidproduktes Bedingungen für dessen Verwendung und Abgabe an Dritte, die auch für private Haushalte gelten.

TLUBN als Bindeglied zwischen Zulassungs- und Überwa-chungsbehörden

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz dient als Auskunftsstelle zu Bioziden für die chemikalienrechtlichen Überwachungsbehörden der Landkreise und kreisfreien Städten. Zudem werden Informationen der Vollzugsbehörden aus der Überwachung an die Bundesstelle für Chemikalien weitergeleitet, sofern diese für Zulassungsverfahren relevant sind.

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