Produktgruppen

Im Chemikalienrecht unterscheidet man zunächst einmal zwischen Stoffen, Gemischen und Erzeugnissen (Produkten). Was darunter jeweils zu verstehen ist, sagt uns die REACH-Verordnung.

Unter einem Stoff versteht man ein chemisches Element oder eine chemische Verbindung (einschl. Verunreinigungen und ggf. Stabilisator). Hierzu gehören z.B. Wasser, Kochsalz (Natriumchlorid), Eisen und Alkohol (Ethanol)

Gemische sind „Gemenge, Gemische oder Lösungen, die aus zwei oder mehr Stoffen bestehen“. Wichtige Stoffgemische sind z.B. Luft, Salzsäure und Kalilauge.   

Unter einem Erzeugnis oder auch Produkt hingegen versteht man einen „Gegenstand, der bei der Herstellung eine spezifische Form, Oberfläche oder Gestalt erhält, die in größerem Maße als die chemische Zusammensetzung seine Funktion bestimmt“. Chemische Erzeugnisse sind z.B. Seifen, Wasch-, Putz-, Reinigungsmittel und Körperpflegemittel.

Für alle Chemikalien (Stoffe und Gemische) gelten spezifische Anforderungen an das Inverkehrbringen, Verwenden und den Export.

Bestimmte Produktgruppen jedoch stellen aufgrund der in ihnen enthaltenen Stoffe eine besondere Gefahr für Mensch und Natur dar. Diese unterliegen daher auch speziellen gesetzlichen Regelungen zum Inverkehrbringen und zur Verwendung, um den notwendigen Verbraucher- und Umweltschutz sicherzustellen.

Zu diesen Produktgruppen gehören:

  • Biozide
  • Fluorierte Treibhausgase
  • Wasch- und Reinigungsmittel
  • POP – persistente organische Stoffe

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