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Altlasten & Bodenschutz

Die Entstehung von Boden ist ein langer Prozess und mündet in 100 verschiedene Bodentypen allein in Europa. Der Thüringer Waldboden beispielsweise bildete sich seit der letzten Eiszeit vor etwa 20.000 Jahren. Seine zahlreichen Funktionen für den Naturhaushalt und für den Menschen machen den Boden zu einem besonders schätzens- und schützenswerten Umweltgut.

Zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altlasten wurde 1999 das Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) erlassen und durch die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV), deren Neufassung am 01.08.2023 in Kraft tritt, konkretisiert.

Das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz ist als obere Bodenschutzbehörde zuständig für die Erfüllung der Aufgaben nach dem BBodSchG, welches durch das Thüringer Bodenschutzgesetz (ThürBodSchG) ausgeführt und ergänzt wird. Örtlich oder sachlich können auch die unteren Bodenschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte sowie das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz als oberste Bodenschutzbehörde oder das Landesamt für Landwirtschaft und Ländlichen Raum zuständig sein.

Der Bodenschutz in Thüringen widmet sich dabei verschiedenen Handlungsfeldern wie
der Vorsorge gegen das Entstehen und die Gefahrenabwehr von schädlichen Bodenveränderungen. Dazu können die Bodenschutzbehörden insbesondere Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen, Untersuchungen sowie Sanierungsmaßnahmen anordnen. Ein weiteres großes Aufgabengebiet stellt die systematische Altlastenbearbeitung dar. Als Altlasten gelten Altablagerungen und Altstandorte, durch die schädliche Bodenveränderungen oder sonstige Gefahren für den Einzelnen oder die Allgemeinheit hervorgerufen werden. Ziel ist es, diese zu ermitteln und nach Möglichkeit zu beseitigen. Zur Unterstützung von Unternehmen, die im Zuge der Wiedervereinigung Betriebe und Flächen in den neuen Bundesländern übernahmen, wurde das Verfahren zur Freistellung von Schäden durch Altlasten eingerichtet. Somit beschäftigen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bodenschutz- und Altlastenbehörden auch mit der Förderung und Überwachung der Altlastenbehandlung infolge der umweltschädlichen Hinterlassenschaften der DDR. In außergewöhnlichem Umfang wird dies im Ökologischen Großprojekt Rositz und dem Schnittstellenprojekt im Ortsteil Schelditz umgesetzt. Mit dem Beginn der Teerverarbeitung 1916/1917 bis zur Werksstilllegung 1990 gingen katastrophale Kontaminationen des Bodens und des Grundwassers einher. Durch das Großprojekt soll die komplexeste Altlast in Thüringen bewältigt werden.

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