Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Zulassungen im Strahlenschutz: TLUBN verzeichnet coronabedingt deutlichen Anstieg bei Telemedizin


Bild von Dmitriy Gutarev auf Pixabay

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) hat im Jahr 2021 insgesamt 81 strahlenschutzrechtliche Genehmigungen erteilt. Sie sind zwingende Voraussetzung für den Umgang mit radioaktiven Stoffen und den Betrieb vieler Röntgeneinrichtungen und Störstrahler sowie bestimmter Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung.

Mit 23 Anträgen kam ein beträchtlicher Teil aus dem medizinischen Bereich, also von Kliniken und niedergelassenen Ärzten. In den Vorjahren handelte es sich noch überwiegend um die Anwendung radioaktiver Stoffe in der Diagnostik und Therapie. Auch Geräte zur Krebstherapie und Früherkennung, wie beispielsweise dem Mammographie-Screening, spielten dort eine größere Rolle. Bedingt durch die Corona-Pandemie hat jedoch 2021 die Telemedizin und insbesondere die Teleradiologie mit insgesamt 21 Neu- oder Änderungsanträgen erheblich an Bedeutung gewonnen. Entsprechende Geräte machen es möglich, dass Radiologen für eine Diagnose nicht im Krankenhaus oder der Praxis anwesend sein müssen. Sie erhalten stattdessen die computertomographischen oder klassischen Röntgenaufnahmen über eine verschlüsselte Internetleitung. Auf diese Weise kann das eigene Personal vor Infektionen geschützt und pandemiebedingter Personalmangel ausgeglichen werden.

Wie schon in den Vorjahren kam der mit 47 zahlenmäßig weitaus größte Anteil der Anträge aus dem Bereich der Wirtschaft. Antragsteller sind kleine und mittelständische Unternehmen, aber auch große Konzerne mit Betriebsstätten in Thüringen. Hierbei geht es vor allem um Anlagen zur radiologischen Messung von Materialeigenschaften. Sie werden zur Qualitätssicherung eingesetzt und dienen damit letztlich auch zur Vermeidung von materialbedingten Unfällen. So wurden etwa Anlagen geprüft, die mit Hilfe von Röntgenstrahlung die Wanddicke von Gas- und Wasserrohren messen oder in der Automobilindustrie Fehlstellen und Brüche bei Aluminiumfelgen erkennen.

Mit der schriftlichen Antragstellung müssen Betreiber der Anlagen belegen, dass die Genehmigungsvoraussetzungen laut Strahlenschutzgesetz erfüllt sind. Dazu gehört der Nachweis, dass die Bedienung durch ausreichend ausgebildetes und geschultes Personal erfolgt und die notwendigen Schutzvorrichtungen nach dem Stand der Technik vorhanden sind. Bei der Erzeugung ionisierender Strahlung oder im Umgang mit radioaktiven Stoffen sowie im Bereich der Humanmedizin sind zudem höhere Anforderungen an Sicherheit bzw. Datenschutz zu erfüllen. Das TLUBN prüft die Anträge und entscheidet darüber auf Grundlage der eingereichten Unterlagen. Derzeit betreut das TLUBN 611 Anlagen oder Anlagenteile bei insgesamt 555 Betreibern.

Weitere Informationen zum Thema Strahlenschutz finden Sie auf den Seiten des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz unter https://tlubn.thueringen.de/umweltschutz/strahlenschutz.

Kontakt für Presse / Journalisten

Nils Fröhlich
Pressereferent

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaschutz, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: