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Hirschkäfersuche TLUBN und NABU rufen zur Meldung von Hirschkäferfunden in Thüringen auf


Einzelnes Hirschkäferexemplar auf einem Stein
Foto: T. Gomille (2020)

Der NABU Thüringen und das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) rufen auch in diesem Jahr zur „Hirschkäfersuche“ auf. Obwohl der Hirschkäfer recht groß ist, bekommen nicht viele Menschen diese imposanten Tiere zu Gesicht. Daher sind auch Nachweise zum Fund und zur Verbreitung nicht in wünschenswertem Maß vorhanden. Das TLUBN als Naturschutzfachbehörde hat deshalb vor einigen Jahren gemeinsam mit dem Naturschutzbund (NABU) die „Hirschkäfersuche“ zur Erfassung von Zufallsfunden ins Leben gerufen.

Neben den eigentlichen Nachweisen sind für den Artenschutz auch die Daten zum Erscheinungsbild wichtig. Erste Hirschkäfer wurden dem TLUBN bereits gemeldet. Die Meldungen werden im Fachinformationssystem Naturschutz des TLUBN erfasst und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Datenlage und letztlich auch zum Schutz dieser Käferart.

Am besten können die Tiere in der Dämmerung zwischen Mitte Mai und Anfang August beobachtet werden. Insbesondere in den Hauptverbreitungsgebieten lassen sich die Hirschkäfer aber auch tagsüber blicken. Als eine der wenigen Käferarten nach Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) sind Hirschkäfer europaweit geschützt. Schon aus diesem Grund sollten die Hirschkäfer bei der Suche nicht gestört werden.

Damit die Experten des TLUBN und des NABU Verwechslungsmöglichkeiten mit ähnlichen Käfern ausschließen können, sind Fotos als Beweis und Beleg für die Richtigkeit der Meldung unabdingbar. So sind Hirschkäfer schon mit Nashornkäfer, Balkenschröter, Eremit, großen Bockkäfern oder auch dem Lederlaufkäfer verwechselt worden.

Eine direkte Meldung des Fundes kann über die „Umwelt-App“ für Thüringen unter http://www.tlug-jena.de/meine-umwelt/index.html erfolgen. Angaben zu Ort und Datum der Beobachtung, ggf. dem Geschlecht, der Anzahl der Tiere sowie Fotos sollten nicht fehlen.

Darüber hinaus sind Angaben zu möglichen Beeinträchtigungen oder sonstige Beobachtungen zum Lebensraum sehr hilfreich, aber keine Bedingung für die Meldung. Im Zweifelsfall wird von Seiten des TLUBN Unterstützung angeboten.

Hirschkäfermeldebogen, Artensteckbrief und weitere Informationen finden Sie über das TLUBN unter: https://tlubn.thueringen.de/fileadmin/000_TLUBN/Naturschutz/Dokumente/1_zool_artenschutz/arten_erfassungsprogramm/Hirschkaefermeldebogen_20191112.pdf;

https://tlubn.thueringen.de/fileadmin/000_TLUBN/Naturschutz/Dokumente/artensteckbriefe/kaefer/artensteckbrief_lucanus_cervus_3_141209.pdf

sowie auf der betreffenden Seite des NABU Thüringen unter https://thueringen.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/hirschkaefersuche/index.html

Kontakt für Presse / Journalisten

Nils Fröhlich
Pressereferent

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaschutz, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

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