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Wetterbilanz des TLUBN Sonnenrekord im März


Anzahl der Sonnenstunden im März so hoch wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen in Thüringen

Foto der Sonne am blauen Himmel
Bild von jplenio auf Pixabay

Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) war der vergangene Monat der sonnenscheinreichste März in Thüringen seit 1951. Bis dahin reichen die Messreihen zurück, die dem Kompetenzzentrum Klima des TLUBN vorliegen. Dabei lag die Anzahl der Sonnenstunden im Freistaat sogar unter der aller anderen deutschen Bundesländer, die noch mehr Sonnenstunden verzeichnen konnten.

Grund war die langanhaltende und stabile Hochdruckwetterlage, die insgesamt im Flächenmittel für Thüringen zu 221,5 Sonnenstunden führte. Damit wurde der bisherige Rekordhalter aus dem Jahr 1953 (205 Sonnenstunden) mit großem Abstand übertroffen. Der Mittelwert der aktuellen Klimareferenzperiode 1991-2020 liegt mit 120 Sonnenstunden noch weit darunter. Der sonnenscheinärmste März datiert aus dem Jahr 1988, in dem für den gesamten Monat gerade einmal 53,7 Sonnenstunden zusammenkamen. Das astronomisch mögliche Maximum, also die Anzahl der Stunden zwischen den Sonnenauf- und Sonnenuntergängen, beträgt für Thüringen im Monat März 368,3 Sonnenstunden. Davon wurden knapp über 60 Prozent erreicht.

Trotz des Rekordsonnenscheins war der März in Bezug auf die Mitteltemperatur der letzten 30 Jahre eher normal. Das lag vor allem daran, dass bei oft wolkenlosem Himmel und sternenklaren Nächten die Nachttemperaturen sehr häufig in den Frostbereich abfielen. So registrierten beispielsweise die Klimastationen des Deutschen Wetterdienstes in den beiden wärmsten Thüringer Städten, Jena und Artern, im März jeweils 20 Frosttage. Der Mittelwert der Klimaperiode von 1991-2020 liegt jedoch bei gerade einmal 10,6 Frosttagen in Jena und 11,6 Frosttagen in Artern.

Der Niederschlag blieb wegen der Dominanz der Hochdruckgebiete weit unter den üblichen Mengen. Hierfür liegen Messwerte seit dem Jahr 1881 vor, als in Deutschland mit der flächendeckenden Messung begonnen wurde. Mit nur 18,2 Millimetern im Flächenmittel lag die Niederschlagsmenge in Thüringen bei lediglich 35 Prozent des langjährigen Durchschnitts. Der März 2022 war damit der zehnttrockenste in Thüringen seit Beginn der Aufzeichnungen vor 141 Jahren. Tage mit nennenswerten Niederschlagsmengen blieben die absolute Ausnahme. Selbst auf der mit 937 Metern über NN auf den Kammlagen des Thüringer Waldes höchstgelegenen Thüringer Klimastation, der Schmücke, gab es im zurückliegenden Monat nur fünf Niederschlagstage. Für gewöhnlich sind es aber hier, in der niederschlagsreichsten Region des Freistaats, im März 17 Tage.

 

Hintergrund:

Weiterführende Informationen sind in den Klimaberichten (https://tlubn.thueringen.de/klima/aktuelles/klimabericht) bzw. auf der Internetseite (https://tlubn.thueringen.de/klima/) des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz, Kompetenzzentrum Klima, zu finden.

Kontakt für Presse / Journalisten

Nils Fröhlich
Pressereferent

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaschutz, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

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