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Schutz vor Radon Messprogramm des TLUBN zur Radonbelastung in Boden und Innenräumen beginnt


TLUBN 2022, Karte der prognostizierten Radonverteilung im Boden in Thüringen (Stand 31.12.2020; Je dunkler die Far-be, desto höhere Konzentrationen sind wahrscheinlich)

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) führt im Freistaat Thüringen gemeinsam mit seinen Vertragspartnern von September 2022 bis voraussichtlich Dezember 2022 Radonbodenmessungen in den als Radonvorsorgegebieten ausgewiesenen Gemeinden durch. Dabei werden die Radonkonzentration im Boden sowie dessen Durchlässigkeit für Radon bestimmt.

Die einzelnen Radonbodenmessungen dauern jeweils nur wenige Stunden. Dafür sind Kleinbohrungen mit einem Durchmesser von ca. 40 Millimetern und bis zu 1,10 Meter Tiefe erforderlich, die in einem Handbohrverfahren vorgenommen werden. Anschließend wird in das Bohrloch eine Bodenluftsonde mit einem Durchmesser von ca. 30 Millimetern eingeführt, über welche die Bodenluft zur Messung abgesaugt wird. Nach erfolgter Messung wird die Sonde wieder entfernt und das Bohrloch verschlossen.

Weiterhin soll in diesen Gemeinden die Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen im Keller- oder Erdgeschoss ermittelt werden. Dazu werden sogenannte Exposimeter (kleine Kunststoffdosen) per Post an freiwillig teilnehmende Haushalte verschickt. Sie sollen für ein Jahr in den Räumen aufgestellt werden. Die Haushalte erhalten nach Abschluss der Innenraummessungen die Ergebnisse mitgeteilt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ziel der Messungen ist die Erweiterung der bestehenden Datenbasis und damit die Verbesserung der Prognose der Radonsituation zum Schutz der Bevölkerung in Thüringen. Die Information der Eigentümer der zu beprobenden Flurstücke für die Bodenluftmessungen sowie der Aufruf an Haushalte zur Teilnahme an den freiwilligen und kostenlosen Innenraummessungen erfolgt ab sofort über die Gemeindeamtsblätter bzw. eine ortsübliche Bekanntmachung.

 

Hintergrund:

Das Gesetz zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung vom 27. Juni 2017 verpflichtete die Bundesländer sogenannte Radonvorsorgegebiete bis zum 31. Dezember 2020 durch Allgemeinverfügung auszuweisen und diese Festlegung mindestens alle zehn Jahre zu überprüfen.

Kontakt für Presse / Journalisten

Nils Fröhlich
Pressereferent

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaschutz, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

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