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TLUBN ermittelt Ursache Erdfall aus Bad Sulza gemeldet: ein Mann konnte nur noch tot geborgen werden


Dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) wurde durch die Landeseinsatzzentrale der Polizei heute Mittag gegen 12:45 Uhr ein möglicher Erdfall in Bad Sulza gemeldet.

Jährlich kommt es zu etwa 20 Erdfällen in Thüringen. Hier ein Erdfall in Bachschwinde. Foto: TLUBN
Jährlich kommt es zu etwa 20 Erdfällen in Thüringen. Hier ein Erdfall in Bachschwinde. Foto: TLUBN

Nach Eintreffen der Polizei und Rettungskräfte vor Ort konnte ein Mann nur noch tot aus einem etwa einen Meter breiten und sechs Meter tiefen Loch geborgen werden. Mitarbeiter des TLUBN untersuchen derzeit an der Unfallstelle, ob es sich tatsächlich um einen Erdfall handelt oder um einen sogenannten Tagesbruch, der von einem Altbergbau herrührt.

„Ich möchte den Hinterbliebenen des verunglückten Mannes zunächst mein tiefes Mitgefühl aussprechen. Im Moment können wir leider zur Ursache des Ereignisses noch nichts sagen. Unsere Mitarbeiter sind schon an der Unglücksstelle, um zu prüfen, wie es dazu kommen konnte und wie wir am besten zur Aufklärung beitragen können“ so der Präsident des TLUBN, Mario Suckert.

Zunächst wurde durch das TLUBN der genaue Ort der Einsturzstelle ermittelt. Morgen soll ein Abgleich mit den Karten und Unterlagen zum Altbergbau in der Region sowie der geologischen Beschaffenheit des Untergrundes vorgenommen werden, um auf diesem Wege Rückschlüsse auf die mögliche Ursache zu erhalten. Das TLUBN wird außerdem eine Kamerabefahrung des Einsturzloches durchführen. „Wir stehen in enger Abstimmung mit der Gemeinde und den Polizeibehörden, um die Ursache des Einsturzes zu ermitteln und das weitere Vorgehen insbesondere hinsichtlich der Maßnahmen zur Sicherung der Einsturzstelle abzuleiten“, so Präsident Suckert.

Die unmittelbare Einsturzstelle ist gesichert und das Gelände im Umkreis von 50 Metern abgesperrt.

 

Hintergrund:

Bei Erdfällen handelt es sich um natürliche Ereignisse, die insbesondere durch Subrosion entstehen, das heißt durch wasserlösliche Gesteinsschichten (Salz-, Sulfat- oder Karbonatgestein). Diese lösen sich auf und darüber liegende, nicht wasserlösliche Gesteinsschichten brechen in den entstandenen Hohlraum ein.

Tagesbrüche hingegen entstehen meist durch Einsturz von unverfüllten Altbergwerkstollen im Untergrund, die dann bis zur Erdoberfläche durchbrechen.

Kontakt für Presse / Journalisten

Nils Fröhlich
Pressereferent

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaschutz, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

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