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Heft 4/2022 der „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ erscheint


Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ als Heft 4 im 58. Jahrgang ist heute erschienen. Unter der Überschrift „Heimische Gehölze im Offenland“ werden in sechs Beiträgen unterschiedliche Perspektiven auf das Thema eingenommen, darunter kultur- und landschaftsgeschichtliche ebenso wie aktuelle naturschutzfachliche.

Das Heft beginnt mit dem Artikel des Autorinnenkollektivs um Ilke Marschall von der Fachhochschule Erfurt, in dem sowohl die Geschichte, als auch die Verbreitung und die kulturellen Hintergründe von Hecken, Kopfweiden und Einzelbäumen in der Thüringer Kulturlandschaft beleuchtet werden. Die Verfasserinnen arbeiten u. a. heraus, wie Hecken- und Kopfweidenlandschaften nach dem Ende ihrer kulturellen und wirtschaftlichen Nutzung auf eine aktive, fortdauernde Pflege des Naturschutzes angewiesen sind. Gerade hinsichtlich der vermehrt geforderten Klimaresilienz von Landschaften käme diesem Aspekt eine große Bedeutung zu.

Werner Westhus und Tristan Lemke rücken in ihrem Beitrag die Gehölze aus Sicht der Artenvielfalt und Biodiversität in den Fokus. Von den über 200 in Thüringen heimischen Gehölzen gelten 61 Arten aufgrund ihrer natürlichen Seltenheit oder durch menschlichen Einfluss nach der Roten Liste Thüringens als gefährdet. Maßnahmen zum Schutz bestimmter Gehölzarten leisten deshalb einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung dieser Arten.

Tristan Lemke und Manuel Hoffmann geben einen Überblick über die aktuelle Relevanz des Themas „gebietseigene Gehölze“ für Thüringen, wobei besonders auf die naturwissenschaftlichen und rechtlichen Hintergründe eingegangen wird, die der Verwendung solcher Gehölze bei Pflanzungen zu Grunde liegen.

Der Beitrag von Jürgen Pusch greift das Thema Obstgehölze in der Landschaft auf, indem er auf deren Verbreitung, ehemalige und heutige Nutzung sowie auf den Schutz regionaltypischer Sorten eingeht.

Die Beiträge von Evelin Düker sowie Frank Fritzlar & Timo Förster zeigen die Bedeutung von Gehölzen als Schlüsselfaktor für die Vielfalt von Vögeln und Insekten. Die Vielfalt der Gehölze ist auch das Ergebnis von (ko-)evolutionären Prozessen, die aus dem Zusammenspiel mit anderen Organismengruppen resultieren. Ein Ziel des Naturschutzes ist daher immer auch der Erhalt der Vielfalt von Interaktionen zwischen Organismen.

Heft 4/2022 der Zeitschrift „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ ist über das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz zu beziehen.

Hintergrund:

Die Zeitschrift „Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen“ erscheint in der Regel vierteljährlich. Das jeweils letzte Heft des Jahrgangs ist ein Sonderheft, das sich einem Schwerpunktthema widmet. Die Zeitschrift erscheint seit 1964 unter dem gleichen Namen und gehört damit zu den in Deutschland am längsten kontinuierlich erscheinenden Fachzeitschriften des Themengebietes. Sie dient u. a. Behördenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern, Büros für Landschaftspflege, Landschaftsplanung und Naturschutz, amtlichen und ehrenamtlichen Naturschützerinnen und Naturschützern, Studentinnen und Studenten und der interessierten Öffentlichkeit als Arbeits­-, Informations- und Austauschmedium. Das Redaktionskollegium der Zeitschrift unter der Leitung der Abteilung Naturschutz des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz besteht aus Vertretern des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes, der Thüringer Hochschulen sowie Thüringer Naturkundemuseen. Die Beiträge stammen aus einem breiten Autorenkreis von Aktiven aus allen Bereichen der Landschaftspflege und des Naturschutzes.

Kontakt für Presse / Journalist:innen

Nils Fröhlich
Pressereferent

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaschutz, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

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