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TLUBN fördert Sicherungsmaßnahmen Geopark Kyffhäuser e.V. erhält knapp 100.000 € für die Sicherung der Barbarossahöhle


Wichtige Funktion für den Tourismus der Region gewürdigt.

Blick in den "Dom" der Barbarossahöhle, wo die Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden sollen (Foto: TLUBN 2022)
Mario Suckert, Präsident des TLUBN, (rechts) bei der Übergabe des Fördermittelbescheides an Antje Hochwind-Schneider, Landrätin des Kyffhäuserkreises und Vorsitzende des Geopark Kyffhäuser e.V., sowie Knut Hoffmann, Bürgermeister Kyffhäuserland und stv. Vorsitzender des Vereins (Foto: TLUBN 2022)

Der GeoPark Kyffhäuser e.V. erhält Fördermittel in Höhe von 98.228,55 Euro für Sicherungsmaßnahmen in der Barbarossahöhle. Am Donnerstag, dem 08. September 2022, wird der Präsident des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), Mario Suckert, am Informationszentrum des Geoparks bei Bendeleben den Fördermittelbescheid an Landrätin Antje Hochwind-Schneider übergeben. Sie ist gleichzeitig die 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins, der den Antrag auf Förderung gestellt hat. Der GeoPark Kyffhäuser ist einer von bundesweit 18 zertifizierten Nationalen GeoParks. Er erhielt seine Zertifizierung 2009, nicht zuletzt auf Grund der Barbarossahöhle als dessen wohl bedeutendstem Geotop. Bereits seit seiner Gründung wird der Verein vom TLUBN unterstützt wegen der hohen geowissenschaftlichen Qualität des Geoparks und seiner großen Bedeutung für den Tourismus in der Region.

Der Freistaat Thüringen knüpft an die Nationalen GeoParks das Ziel, die regionale Wirtschaftsentwicklung zu fördern und die Umweltbildung durch attraktive Angebote an Naturerlebnissen und Naherholung zu stärken. Die jährlich etwas 80.000 Besucherinnen und Besucher können eine einzigartige Sulfatkarst-Landschaft und mit der Barbarossahöhle eine Anhydrit-Höhle erleben, wie es sie in Europa kein zweites Mal gibt. Das Alleinstellungsmerkmal sind die prächtigen, von der Höhlendecke – bergmännisch Firste genannt – herabhängenden Gipslappen. Sie bieten in Verbindung mit den teils über 40 Meter breiten und 10 Meter hohen, hallenartigen Räumen der Höhle sowie den kristallklaren Seen einen einmaligen Anblick.

Die Gipslappen sind durch eine unmittelbare Frischwetterverbindung jedoch Verwitterungsvorgängen ausgesetzt, die mit Schäden und möglichen Gefährdungen der Besucher durch herabfallende Gipsschalen einhergehen. Insbesondere im sogenannten „Dom“, einem Gewölbe im südlichen Bereich des Höhlensystems sind daher Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Die Fachjury der Geoförderung des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) und des TLUBN hat das Vorhaben als dringend notwendig eingestuft. Felsanker und Netze sollen künftig verhindern, dass Material herabfällt und ein sicherer Führungsbetrieb in der Barbarossahöhle nicht mehr möglich ist.

Hintergrund:

Der flächenmäßig vergleichsweise kleine GeoPark Kyffhäuser repräsentiert auf rund 800 Quadratkilometern nahezu 500 Millionen Jahre erdgeschichtlicher Entwicklung. Die Förderung für die Erhaltung der Gipsformationen unterstreicht die besondere Bedeutung von Gipsbildungen in diesem Jahr, in dem der Gips zum „Gestein des Jahres“ gekürt wurde. Durch die Umwandlung von Anhydrit in Gips, verbunden mit einer Quellung des Gesteins, kommt es zum schichtweisen Ablösen und so zu den frei hängenden Gipslappen. Diese sind durch ein ständiges Wachstum gekennzeichnet. Nur wenige Zehntelmillimeter pro Jahr führen in geologischen Zeiträumen zu so imposanten Bildungen. Der sogenannte „Dom“ ist über einen circa 35 Meter langen Stollen mit der Tagesoberfläche verbunden und bildet gleichzeitig den Abschluss des Führungsweges und den Ausgang der Höhle. Bereits 2021 wurde nahe der Barbarossahöhle mit Fördermitteln des Freistaates das moderne und multimedial ausgestattete GeoPark-Informationszentrum gebaut. Thematisch, konzeptionell und personell bestehen enge Kooperationen und Verbindungen mit der Barbarossahöhle.

Die Umsetzung des Projektes ist für den Erhalt der Attraktivität und die Wahrnehmung des Nationalen GeoParks Kyffhäuser in der Region und in Deutschland, sein Erscheinungsbild und für eine erfolgreiche Umweltbildung und Stärkung des Tourismus in der Region von unschätzbarer Bedeutung.

Kontakt für Presse / Journalisten

Nils Fröhlich
Pressereferent

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaschutz, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

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