Einmalig in Deutschland: Geoförderung des Freistaates Thüringen


Seit dem Jahr 2018 fördert der Freistaat Thüringen die Entwicklung von Geoparks und Geotopen im Rahmen eines gesonderten Förderprogramms, welches deutschlandweit einmalig ist.

Brennofen Ruhla

In Thüringen haben sich vier Geoparks etabliert, in denen prägnante geologische, bergbauliche, historische und landschaftliche Besonderheiten erlebbar werden.

Das sind zunächst

  • der „UNESCO Global Geopark Thüringen Inselsberg – Drei Gleichen“ und
  • der „Nationale Geopark Kyffhäuser“

sowie zwei bundeslandübergreifende Geoparks:

  • der „UNESCO Global Geopark Harz Braunschweiger Land Ostfalen“ und
  • der „Nationale Geopark Schieferland“.

Schaubergwerke, Höhlen, besonders wertvolle Geotope, ausgewiesene und gut erläuterte GeoRouten, sowie Museen und Infozentren ermöglichen es den an geologischen Themen interessierten Besuchern, sich mit Millionen Jahren Thüringer Erdgeschichte zu beschäftigen.

Bewilligungstelle für die Fördermittel ist ab dem Förderjahr 2021 das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN).

Die Zuwendungen sollen dem Erhalt und der Präsentation von Geotopen dienen, einschließlich deren Zertifizierung als „Nationale Geotope“. Ebenso soll die Entwicklung von Geoparks vorangebracht werden.

Informationen finden Sie dazu auf den Internetseiten des TLUBN unter https://tlubn.thueringen.de/service/foerderprogramme/foerderung-von-geoparks-und-geotopen.

Im laufenden Jahr stehen Fördermittel in Höhe von 425.000 EUR bereit.
15 verschiedene Projekte in allen vier Geoparks wurden bisher bewilligt.

Exemplarisch sind das:

  • Geopark Kyffhäuser:
    die Ausführungsplanung der Firstsicherung im Großen Dom des Nationalen Geotops Barbarosahöhle;
  • UNESCO Global Geopark Thüringen Inselsberg – Drei Gleichen:
    die Schaffung von digitalen Erlebnisangeboten auf der Georoute Kleinschmalkalder Vulkansteig;
  • im Nationalen Geopark Schieferland:
    die Landesgrenze zu Bayern überschreitende Anbindung der Georoute Steinkohlerundwanderweg Neuhaus Schierschnitz;
  • Im UNESCO Global Geopark Harz Braunschweiger Land Ostfalen:
    die Vervollständigung des Landmarkenkonzeptes mit der Landmarke 21, Burg Lohra auf Thüringer Seite im Südharz und die Erneuerung von sog. Dennert-Tannen, die auf bergbauhistorische Zeugnisse im Unterharz hinweisen.

 

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