Hochwasserschutz Eisfeld Freigabe der Straßenbrücke „Justus-Jonas“


Einweihung
Einweihung

Seit 2016 setzt der Freistaat Thüringen eine Vielzahl von Maßnahmen des Landesprogramms Hochwasserschutz erfolgreich um.

Teil dieses Programms sind die Hochwasserschutzmaßnahmen in Eisfeld, wo nunmehr als Bestandteil des dritten Bauabschnitts die fertiggestellte Straßenbrücke „Justus-Jonas-Straße“ am heutigen 16. Juni 2020 symbolisch für den Verkehr freigegeben wurde.

Der Brückenbereich „Justus-Jonas-Straße“ war bislang eine hydraulische Engstelle aufgrund des Zwischenufers zwischen Werra und Mühlgraben Herrenmühle.

„Das neue Bauwerk, eine Zweifeldbrücke mit einer Gesamtspannweite von über 14 Metern, hat ein gut viermal so hohes Abflussvermögen als der Vorgängerbau und kann nun ein hundertjährliches Hochwasser schadfrei abführen“, hob der Präsident des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN), Mario Suckert, bei der feierlichen Freigabe des Bauwerks die Bedeutung der Maßnahme für den Hochwasserschutz Eisfelds hervor.

Um den notwendigen Abflussquerschnitt zu erreichen, sei die Justus-Jonas-Straße um ca. 90 Zentimetern angehoben worden. Für die Brückengründung seien etwa 250 Tonnen Beton und zwölf Tonnen Stahl verbaut wurden.

„Der Brückenkörper besteht aus ca. 550 Tonnen Beton und 56 Tonnen Stahl“, setzte Mario Suckert fort. „Insgesamt hat das Brückenbauwerk etwa 700.000 EUR netto gekostet.“

Der Präsident dankte den an dem Projekt beteiligten Planungsbüros und der ausführenden Baufirma: „Der Baufirma BAUWI Bau und Beton GmbH aus Wichtshausen gebührt ein großes Lob für ihre qualitativ hochwertige Arbeit bei jeglicher Witterung.“

Wesentlich für die Umsetzung des Bauvorhabens, so Mario Suckert, sei die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Bürgermeister der Stadt Eisfeld, Herrn Gregor, gewesen.

Weiterhin hob der Präsident die Arbeit der Bauüberwachung und der Planungsbüros ARGE Hoffmann.Seifert.Partner und G.U.B. Ingenieur AG sowie die Kooperation mit dem Zweckverband Wasser- und Abwasser Hildburghausen und der TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG. hervor.

„Es ist mir ein Bedürfnis“, setzte Mario Suckert fort, „den direkten Anwohnern der Brücke für ihre Geduld bei den aufgetretenen Unannehmlichkeiten wie Lärm, Staub und Schmutz zu danken wie auch allen Eisfeldern Bürgern, die aufgrund der Brückenvollsperrung Einschränkungen und Umwege in Kauf nehmen mussten.“

Für die Ausführung der weiteren Maßnahmen zum Hochwasserschutz in Eisfeld, die 2023 abgeschlossen sei sollen, wünschte der Präsident gutes Gelingen.

 

Hintergrund:

  • Das Bauwerk ist eine Zweifeldbrücke mit einer Gesamtspannweite von ca. 14,0m.
  • Die Brücke ist auf 24 Bohrpfählen gegründet (ca. 250 t Beton und 12t Stahl)
  • Brückenkörper besteht aus ca. 550 t Beton und 56t Stahl
  • Kosten: ca. 700.000 EUR (netto)

 

Bauablauf:

  • Abriss der Brücke ab 07.11.2018
  • Ab 07.01.2019 Einbringen der Bohrpfahlgründung
  • im August 2019 Abschluss der Stahlbetonarbeiten/Fertigstellung des Brückenkörpers
  • am 20.12.2019 wurde Brücke wieder für Fußgänger freigegeben
  • im Juni 2020 - Asphalteinbau/Markierungsarbeiten
  • 16.06.2020 - Verkehrsfreigabe

 

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