Gewässerverunreinigung an der Ilm in Bad Sulza Erkundungsarbeiten beginnen


Bad Sulza
© Geoproxy Thüringen

Seit zwei Jahren tritt bei hohen Lufttemperaturen eine sichtbare Gewässerverschmutzung der Ilm in Bad Sulza zwischen Brücke Leopold-Bing-Straße und Sophienwehr zu Tage. Bei einer Vor-Ort-Begehung im August 2020 bei abgesenktem Wasserstand wurde im Bereich des Böschungsfußes und der Gewässersohle bitumenhaltiges Material unbekannter Herkunft gefunden, das mit hoher Wahrscheinlichkeit die Quelle der Verunreinigung darstellt.

Ein vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) beauftragtes Ingenieurbüro ist nunmehr mit der Ursachenerkundung beauftragt worden. Dazu wird ab dem 10. Oktober 2020 der Wasserstand in den darauffolgenden Tagen auf 30 bis 50 cm abgesenkt, um eine Gewässerbettvermessung vornehmen zu können. Ziel ist es, die genaue Stelle der Verschmutzungsursache zu lokalisieren und auszuschließen, dass es weitere Kontaminationsstellen an diesem Gewässerabschnitt, der eine Länge von ca. 200 Metern hat, gibt.

Dabei sollen mehrere Sedimentproben entnommen werden, die auf Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW) untersucht werden.

Die Erkundungsarbeiten im Gewässerbett finden in Abstimmung mit dem Betreiber des Sophienwehres und dem Angelsportverein statt und werden etwa bis zum 16. Oktober 2020 dauern.

Sobald das Ergebnis der Untersuchung sowie die Auswertung der genommenen Proben vorliegen, wird das TLUBN eine Ausschreibung zur Beseitigung der Ursache der Gewässerverunreinigung an der Ilm in Bad Sulza vorbereiten und danach eine entsprechende Firma beauftragen.

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