Deutliche Reduktion der Schneemenge in Thüringen


Hochwasserrückhaltebecken und Talsperren sind einsatzbereit

Die Schneeschmelze hat in den vergangenen Tagen weiter zu einer deutlichen Reduktion der Schneemenge insbesondere in den tieferen Lagen geführt.

Für die nächsten Tage sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) durchgehend positive Lufttemperaturen von maximal 8 bis 16° im Tiefland und maximal 5 bis 12° C im Bergland voraus.

Niederschlag als Regen oder Schnee wird für die nächsten Tage nicht angekündigt. Die im Tiefland bereits deutlich eingesetzte Schneeschmelze wird sich in den nächsten Tagen fortsetzen und im weiteren Verlauf verstärkt auf den Mittelgebirgsteil übergehen.
Der DWD geht dabei von insgesamt etwas niedrigeren Schneeschmelzmengen als gestern von 5 bis maximal 10 l/m² in 24 h aus. Hierdurch wird der Schnee in weiten Teilen Thüringens nach dem Wochenende verschwunden sein.

Die kontinuierliche Schmelze hat im Tagesverlauf des Mittwochs bereits zu deutlichen Wasserstandsanstiegen an einzelnen Pegeln vor allem in tieferen Lagen geführt, die sich am Donnerstag auf etwas niedrigerem Niveau fortsetzten.

Hier waren z. B. die Pleiße, die Orla, die mittlere und untere Ilm, Ulster, Nesse und Hörsel sowie einzelne Pegel im Unstruteinzugsgebiet betroffen. In der Nacht sind die Pegel teilweise wieder etwas gefallen.

Ein sehr deutlicher Anstieg konnte am Pegel Eisenhammer/Auma beobachtet werden. Der Pegel erreichte am gestrigen Nachmittag (18.02.) den Richtwert für den Meldebeginn und stieg in den frühen Morgenstunden dann knapp über den Richtwert für die Alarmstufe 1. Da dies aber mit einem eher geringen Abfluss von weniger als 10 m³/s verbunden ist und die Wasserführung der Weißen Elster, in die die Auma mündet, noch deutlich unterhalb des Richtwertes für den Meldebeginn liegt, waren in der Nacht weitere Aktionen nicht notwendig. Im Tagesverlauf kann hier ein weiterer leichter Anstieg erwartet werden.

Die Abgabe aus der Saalekaskade wurde ab Mitternacht schrittweise von 75 m³/s auf nun 30 m³/s reduziert, um die unterliegende Saale zu entlasten. Hierdurch können mögliche Schneeschmelzuflüsse aus den Seiteneinzugsgebieten von Loquitz, Königseer Rinne, Schwarza, Orla und Roda während des Wochenendes schadlos abgeführt werden.

Derzeit liegen die Zuläufe zum Talsperrensystem zwischen 30 und 40 m³/s. Im Verlauf des Wochenendes werden die Zuläufe weiter ansteigen und nach derzeitigem Kenntnisstand im Maximum Werte von bis zu 80 m³/s erreichen. Durch die erhöhten Zuflüsse bei gleichzeitig reduzierter Abgabe wird es zu einem moderaten Einstau der TS Hohenwarte und TS Bleiloch kommen, in denen aber dank der massiven Entlastung während der vergangenen Tage ausreichend Freiraum vorhanden ist.

Die hochwasserrelevanten Hochwasserrückhaltebecken und Talsperren der Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) sind einsatzbereit und können jederzeit eingestaut werden. Dort steht der notwendige Hochwasserrückhalteraum vollständig zur Verfügung.

Je nach Zuflusssituation wird möglicherweise das Hochwasserrückhaltebecken Straußfurt während des Wochenendes teilweise eingestaut.

Zur Überwachung der Hochwassersituation richtet die Hochwassernachrichtenzentrale des Thüringer Landesamts für Umwelt, Bergbau und Naturschutz über das Wochenende einen Bereitschaftsdienst ein.

 

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