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Ursachenforschung zum Erdsturz in Bad Sulza dauert an TLUBN geht derzeit von Altbergbau als Ursache für den Erdsturz in Bad Sulza aus


Jährlich kommt es zu etwa 20 Erdfällen in Thüringen. Hier ein Erdfall in Bachschwinde. Foto: TLUBN
Erdfall Bachschwinde, Foto: TLUBN 2021

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) geht derzeit davon aus, dass die Ursache für den Erdsturz in Bad Sulza von vergangenem Juli im Altbergbau in Zusammenhang mit der historischen Salinentätigkeit liegt. Die Ursachenforschung stützt sich dabei auf Archivmaterial, das im Wesentlichen aus dem 17. Jahrhundert stammt, mit allen Schwierigkeiten, die damit hinsichtlich der Genauigkeit und Übertragbarkeit auf die heutigen Gegebenheiten vor Ort verbunden sind.

Zur weiteren Untersuchung hat das TLUBN ein erfahrenes Ingenieurbüro beauftragt, welches jetzt die Archiv- und Unterlagenrecherche komplettiert und Vorschläge für ggf. notwendige weitere praktische Erkundungsmaßnahmen erarbeitet. Diese Vorgehensweise ist üblich, wenn historischer Altbergbau involviert ist. Von den Ergebnissen wird abhängen, wie die Untersuchungen weiter verlaufen.

Hintergrund:

Am 4. Juli 2022 ereignete sich in Bad Sulza in der Nähe des Gradierwerkes ein Erdeinbruch. Dabei verunglückte eine Person tödlich durch den Sturz in das entstandene etwa 6 Meter tiefe Loch. Nachdem das Erdloch einer gründlichen Untersuchung durch das TLUBN mittels Bohrlochkamera und Minidrohne unterzogen wurde, ist es auf Empfehlung des TLUBN durch die Stadt Bad Sulza mit raumbeständigem und verdichtungsfähigem Material verfüllt worden, so dass derzeit keine erhöhte Gefahr mehr von der Unfallstelle ausgeht.

Kontakt für Presse / Journalisten

Nils Fröhlich
Pressereferent

Göschwitzer Str. 41
07749 Jena

Tel.:
+49 361 573942502

E-Mail:
nils.froehlich@tlubn.thueringen.de

 

Über das Landesamt

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Wir sind für Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und die Politik des Freistaates die zentrale Behörde in allen Umweltbelangen. Wir übernehmen ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaschutz, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege.

Unsere circa 670 Mitarbeiter:innen arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.

Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Für weitere Informationen zum TLUBN besuchen Sie unsere Website unter https://tlubn.thueringen.de.

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