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Alle Jahre wieder – Schaum im Gewässer


Schaumbildung auf der Wasseroberfläche des Flusses Auma
Foto: Schaum in der Auma, TLUBN 2021

In den letzten Wochen erreichen uns vermehrt Anfragen von Bürgern, denen Schäume im Gewässer auffallen. Viele vermuten dahinter illegale Einleitungen. Die Schaumbildung ist im Frühling jedoch ein natürliches Phänomen in Bächen und Flüssen.

Mit ansteigenden Temperaturen nimmt auch die Aktivität der Mikroorganismen zu. Das Laub aus dem Herbst kann jetzt schneller zersetzt werden, dadurch werden Nährstoffe freigesetzt. Auch durch Polleneinträge gelangen zusätzlich Nährstoffe ins Gewässer. Da die Bäume im Frühjahr noch keine Blätter ausgetrieben haben, kommt es zu einer hohen Sonneneinstrahlung, zusammen mit den höheren Temperaturen finden die Algen am Gewässergrund so optimale Wachstumsbedingungen vor.

Es kommt zur Frühjahrs-Algenblüte. Die Algen geben nun Eiweißstoffe ab, die im Gewässer Schäume bilden. Diese Schäume können momentan vor allem unterhalb von Wehren beobachtet werden.

Schäume, die durch Waschmittel oder ähnliches eingetragen werden, unterscheiden sich von den natürlichen Schäumen oft durch ihren parfümierten Geruch und die regenbogenfarbigen Schaumblasen. Natürliche Schäume sind weiß bis gelblich und instabiler als künstliche Schäume.

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