Rissbegutachtung

Der Wolf ist hinsichtlich seiner Beutewahl anpassungsfähig und ernährt sich von dem, was ihm die leichteste Beute ist.  Er ist Generalist und wird sich von dem ernähren, was für ihn am energieeffizientesten zu erbeuten ist. Unter den Wildtieren macht das Reh den Hauptanteil der Beutetiere aus. Es werden aber auch Hirsche und Wildschweine erbeutet. Tendenziell sind das junge, alte oder kranke Tiere und nicht wehrhafte, starke Tiere. Der Wolf macht keinen Unterschied zwischen Wild- und Nutztieren. Sind ihm Nutztiere leicht zugänglich, kann es vorkommen, dass er diese reißt.

Nach der "Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen und Billigkeitsleistungen zur Vermeidung oder Minderung wirtschaftlicher Belastungen durch den Wolf/Luchs (Richtlinie Wolf/Luchs)" kann der geschädigte Tierhalter/ die geschädigte Tierhalterin einen Antrag auf Schadensausgleich stellen. Voraussetzung dafür ist eine Rissbegutachtung. Laut Förderrichtlinie besteht kein Rechtsanspruch auf Gewährung von Billigkeitsleistungen. Die Bewilligungsbehörde entscheidet im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach pflichtgemäßem Ermessen.

Nutztierschäden melden innerhalb von 24 Stunden

Wolf-Luchs-Telefon: 0361 573 941 941 des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz

Ziel der Rissbegutachtung ist es den Schadensverursacher herauszufinden. Das bei der Rissbegutachtung erstellte Protokoll bildet die Grundlage für eine mögliche Billigkeitsleistung. Bei der Rissbegutachtung versucht der / die RissgutachterIn auf Spuren für typisches Tötungs- bzw. Fressverhalten des Wolfes zu achten.

Bei Wildtierrissen können solche Anträge nicht gestellt werden.

Dennoch ist die Meldung über ein gerissenes Wildtier von großer Wichtigkeit.

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