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Hirschkäfersuche 2021

Hirschkäferfoto
Hirschkäfer (Foto: Thomas Gomille, 24.06.2020, Eisenach)

TLUBN und NABU rufen zur Hirschkäfersuche in Thüringen auf

Der NABU Thüringen und das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) rufen auch in diesem Jahr zur „Hirschkäfersuche“ auf.

Obwohl der Käfer recht groß ist, bekommen ihn nicht viele Menschen zu Gesicht. Dadurch halten sich die Nachweise leider sehr in Grenzen. Das war auch mit ein Grund, weshalb die TLUG vor einigen Jahren, zusammen mit dem NABU Thüringen, die „Hirschkäfersuche“ zur Erfassung von Zufallsfunden ins Leben gerufen hat.

Neben den eigentlichen Nachweisen sind für den Artenschutz auch die Daten zur Phänologie wichtig. So sind dem TLUBN bereits am 10. Mai letzten Jahres die ersten Hirschkäfer aus dem Raum Oldisleben gemeldet worden. Die Nachweise werden im Fachinformationssystem (FIS) Naturschutz des TLUBN erfasst und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Datenlage und dadurch auch zum Schutz.

Hirschkäfer können am besten in der Dämmerung zwischen Mitte Mai und Anfang August beobachtet werden. Insbesondere in den Hauptverbreitungsgebieten lassen sich die Hirschkäfer aber auch tagsüber blicken. Als eine der wenigen Käferarten nach Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) sind Hirschkäfer europaweit geschützt. Schon aus diesem Grund sollten sie bei der Suche nicht gestört werden.

Damit die Experten des TLUBN und des NABU Verwechslungsmöglichkeiten mit „ähnlichen“ Käfern ausschließen können, sind (digitale) Fotos als Beweis und Beleg für die Richtigkeit der Meldung unabdingbar. So sind Hirschkäfer schon mit Nashornkäfer, Balkenschröter, Eremit, großen Bockkäfern oder auch dem Lederlaufkäfer verwechselt worden.

Eine direkte Meldung des Fundes kann über die „Umwelt-App“ für Thüringen unter http://www.tlug-jena.de/meine-umwelt/index.html erfolgen. Angaben zu Ort und Datum der Beobachtung, ggf. dem Geschlecht, der Anzahl der Tiere sowie Fotos sollten nicht fehlen.

Darüber hinaus sind Angaben zu möglichen Beeinträchtigungen oder sonstige Beobachtungen zum Lebensraum sehr hilfreich, aber keine Bedingung für die Meldung. Im Zweifelsfall wird von Seiten des TLUBN Unterstützung angeboten.

Hirschkäfermeldebogen und Artensteckbrief finden Sie auf der betreffenden Seite des TLUBN sowie auf der „Hirschkäfer-Seite“ des NABU Thüringen.

 

Hirschkäfer-Video 1 (Thomas Gomille / Eisenach / 24.06.2020)

So sieht es aus, wenn ein Hirschkäfer zum Flug ansetzt. Das Männchen fliegt aus, um ein Weibchen zu finden und orientiert sich dabei über den Geruchssinn (das Weibchen sendet Pheromone aus).

Hirschkäfer-Video 2 (Thomas Gomille / Eisenach / 23.06.2020)

Hirschkäfermännchen sind oft Einzelgänger. Vermutlich durch Pheromone eines Weibchens angelockt, haben sich hier mehrere Männchen versammelt.

Hirschkäfer-Video 3 (Michael Schuler / 22.06.2021)

„Saftstellen“ an Obstbäumen sind offensichtlich nicht nur bei diesem Hirschkäferweibchen begehrt. Sie werden auch gegenüber wehrhaften Hornissen verteidigt.

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