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Hirschkäfersuche 2022

Foto vom Hirschkäferweibchen im NSG Schwarzatal
Hirschkäferweibchen im NSG Schwarzatal (Bild: Sven Erlacher)
Foto vom Hirschkäfermännchen
Hirschkäfermännchen (Bild: Thomas Gomille)

TLUBN und NABU rufen zur Hirschkäfersuche in Thüringen auf

Der NABU Thüringen und das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) rufen auch in diesem Jahr zur „Hirschkäfersuche“ auf.

Obwohl der Käfer recht groß ist, bekommen ihn nicht viele Menschen zu Gesicht. Dadurch halten sich die Nachweise leider sehr in Grenzen. Das war auch mit ein Grund, weshalb die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG, jetzt TLUBN) vor einigen Jahren, zusammen mit dem NABU Thüringen, die „Hirschkäfersuche“ zur Erfassung von Zufallsfunden ins Leben gerufen hat.

Neben den eigentlichen Nachweisen sind für den Artenschutz auch die Daten zur Phänologie wichtig. Die Nachweise werden im Fachinformationssystem (FIS) Naturschutz des TLUBN erfasst und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Datenlage und dadurch auch zum Schutz.

Hirschkäfer können am besten in der Dämmerung zwischen Mitte Mai und Anfang August beobachtet werden. Insbesondere in den Hauptverbreitungsgebieten lassen sich Hirschkäfer aber auch tagsüber blicken. Als eine der wenigen Käferarten nach Anhang II der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) sind Hirschkäfer europaweit geschützt. Schon aus diesem Grund sollten sie bei der Suche nicht gestört werden.

Damit die Experten des TLUBN und des NABU Verwechslungsmöglichkeiten mit „ähnlichen“ Käfern ausschließen können, sind (digitale) Fotos als Beweis und Beleg für die Richtigkeit der Meldung unabdingbar. So sind Hirschkäfer schon mit Nashornkäfer, Balkenschröter, Eremit, großen Bockkäfern oder auch dem Lederlaufkäfer verwechselt worden.

Eine direkte Meldung des Fundes kann über die App "Meine Umwelt" für Thüringen erfolgen. Angaben zu Ort und Datum der Beobachtung, ggf. dem Geschlecht, der Anzahl der Tiere sowie Fotos sollten nicht fehlen.

Darüber hinaus sind Angaben zu möglichen Beeinträchtigungen oder sonstige Beobachtungen zum Lebensraum sehr hilfreich, aber keine Bedingung für die Meldung. Im Zweifelsfall wird von Seiten des TLUBN Unterstützung angeboten.

In der Downloadbox finden Sie wichtige Materialien zur Meldung und Bestimmung wie den Hirschkäfermeldebogen, Artensteckbrief zum Hirschkäfer sowie den Link zur „Hirschkäfer-Seite“ des NABU Thüringen.

 

Hirschkäferfoto
Hirschkäfermännchen (Bild: M. Schuler)

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