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Artenschutz und Windenergie

Um den weiteren Ausbau und die Nutzung der Windenergie rechtssicher zu gestalten, stellt das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) Arbeitshilfen und Fachbeiträge bereit. Schon mit der Planung von Anlagenstandorten sollen diese dazu beitragen, Artenrechtsbelange ausreichend zu berücksichtigen.

Arbeitshilfen und Fachbeiträge Vogelschutz

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Schwarzmilan (Aufn. A. Lux)
  • Thüringer Vogelzugkarte

    Wo konzentrieren sich Vogelansammlungen in Thüringen? Welche Zugrouten werden genutzt? Diese Fragen beantwortet eine empirische Studie der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (jetzt TLUBN) der Jahre 2008/2009. Anhand der daraus entwickelten Vogelzugkarte kann man spezifische Informationen zum Vogelzuggeschehen in Thüringen im räumlichen Zusammenhang betrachten. Die in der Karte dargestellten avifaunistisch bedeutsamen Gebiete (Rastgebiete) und Zugkorridore sollten von Windenergienutzung freigehalten werden.

  • Avifaunistischer Fachbeitrag zur Genehmigung von Windenergieanlagen (WEA)

    Die Staatliche Vogelschutzwarte Seebach stellt mit diesem Fachbeitrag einen Leitfaden bereit, die artenschutzrechtlichen Belange des Vogelschutzes bei Planung und Betrieb von Windenergieanlagen zu berücksichtigen. Artenschutzrechtliche Konflikte sollen mit der Anwendung vermieden werden. Der Beitrag spezifiziert das Fachpapier der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten aus dem Jahr 2015. Die Abstandsempfehlungen von WEA zu Vogellebensräumen und -brutplätzen leiten sich aus aktuellen fachlichen Erkenntnissen zur Wechselwirkungen von Windenergienutzung und Vogelschutz ab. Sie sind als Minimalempfehlung zu verstehen, die zum Erhalt der biologischen Vielfalt notwendig ist.

  • Avifaunistischer Fachbeitrag zur Fortschreibung der Regionalpläne 2015-2018

    Im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) erarbeitete die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (jetzt TLUBN) Empfehlungen zur Berücksichtigung des Vogelschutzes bei der Abgrenzung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung. Mit Inkrafttreten des Landesentwicklungsprogramms (LEP) Thüringen 2025 im Juli 2015, haben sich die Rahmenbedingungen zur Windenergienutzung geändert. So sind inzwischen auch Standorte im Wald für die Nutzung von Windenergie freigegeben.

    Bei der Fortschreibung der Regionalpläne durch die regionalen Planungsgemeinschaften sollte der Fachbeitrag bestmöglich berücksichtigt werden, damit die regionalplanerischen Festsetzungen auch umsetzbar sind und Windparkplanungen letztendlich nicht an Artenschutzbelangen scheitern.

    Avifaunistischer Fachbeitrag zur Fortschreibung der Regionalpläne 2015-2018 – Empfehlungen zur Berücksichtigung des Vogelschutzes bei der Abgrenzung von Vorranggebieten für die Windenergienutzung

Arbeitshilfe Fledermäuse und Windenergie

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Großes Mausohr (Aufn. A. Lux)

Die in Deutschland vorkommenden Fledermäuse sind gesetzlich besonders und streng geschützt. Da der Bau von Windenergieanlagen erhebliche Auswirkungen auf Fledermausvorkommen haben kann, sind im Rahmen des Genehmigungsverfahrens die artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände sorgfältig zu prüfen.

Die Arbeitshilfe zur Berücksichtigung des Fledermausschutzes bei der Genehmigung von Windenergieanlagen (WEA) in Thüringen beinhaltet für den Freistaat Thüringen fachlich begründete Methodenstandards, um diese artenschutzrechtliche Verbotstatbestände eindeutig identifizieren und bewerten zu können.  Sie unterstützt damit Genehmigungsbehörden, Gutachter und Antragsteller und stellt die Grundlage für die einheitliche Abarbeitung der artenschutzrechtlichen Belange der Tiergruppe bei der Genehmigung von Windenergieanlagen dar.

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