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Fachbeirat für Arten- und Biotopschutz

Der Fachbeirat für Arten- und Biotopschutz ist eine wichtige Stütze des ehrenamtlichen und behördlichen Naturschutzes in Thüringen. Hier bei einer Exkursion auf der Steinsburg bei Römhild.
Der Fachbeirat für Arten- und Biotopschutz ist eine wichtige Stütze des ehrenamtlichen und behördlichen Naturschutzes in Thüringen. Hier bei einer Exkursion auf der Steinsburg bei Römhild (Bild: F. Fritzlar).
Naturschutzreport, Heft 30, 2021
Die Roten Listen Thüringens entstanden unter maßgeblicher Beteiligung des Fachbeirats für Arten- und Biotopschutz. Das Bild zeigt einen Auszug aus dem Titelbild der Roten Listen Thüringens (Bilder: Scheidiges Wollgras von T. Förster, Schwarzer Apollo von A. Lux).

Mit dem Fachbeirat für Arten- und Biotopschutz steht der Thüringer Naturschutzverwaltung, insbesondere dem Thüringer Landesamt für Umwelt Bergbau und Naturschutz (TLUBN), ein berufenes Gremium erfahrener Fachleute zur Seite. Während es Naturschutzbeiräte zur Unterstützung der Naturschutzbehörden in vielen Bundesländern gibt, stellt der Fachbeirat an einer Fachbehörde bisher eine Einmaligkeit dar.

Der Fachbeirat für Arten- und Biotopschutz wurde dem TLUBN wissenschaftlich beratend zur Seite gestellt. So ist es die Aufgabe des TLUBN Grundlagenwissen zusammenzutragen und verfügbar zu machen, den Zustand und die Gefährdung der heimischen Natur zu überwachen und landesweite Schutzkonzepte zu erstellen. Der Fachbeirat für Arten- und Biotopschutz ist eine wesentliche Stütze dabei.

Die Möglichkeit einen Fachbeirat beim TLUBN zu bilden, ist aktuell im § 27 Thüringer Naturschutzgesetz (2019) festgeschrieben.

Für die Darstellung ausgewählter Ergebnisse im Arten- und Biotopschutz gibt das TLUBN die Publikation „Naturschutzreport“ heraus. Viele Bände sind unter maßgeblicher Beteiligung des Fachbeirats oder einzelner Mitglieder entstanden – angefangen von einem ersten Sammelband Roter Listen von 1994, über Landesfaunen und Biotopschutzkonzepte bis hin zum 2021 erschienenen 4. Sammelband Roter Listen Thüringens.

Der Fachbeirat hat wesentlich dazu beigetragen, dass Thüringen neben den Roten Listen und verschiedenen Landesfaunen neue Themen frühzeitig aufgegriffen hat. Beispielhaft sind hier zu nennen:

  • globale Verantwortlichkeit 
  • invasive Neobiota
  • Bestandserfassungen und Schutzkonzepte zu Hochmooren im Thüringer Wald
  • Binnensalzstellen in Thüringen.

Bis zu 20 Mitglieder können von der obersten Naturschutzbehörde in den Beirat berufen werden, wobei es sich um die jeweils besten Kenner der einzelnen Artengruppen und Biotoptypen handelt. Die Mitglieder werden von weiteren Mitarbeitern oder ganzen Fachvereinigungen unterstützt.

Der Beirat tagt zweimal jährlich, auch unter Beteiligung weiterer Naturschutzbehörden und Großschutzgebietsverwaltungen.

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