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Prüfung artenschutzrechtlicher Belange & Schutzgebietsbetroffenheit

Bei allen Vorhaben, die in Thüringen realisiert werden sollen, sind die Belange des Artenschutzes sowie betroffener Schutzgebiete zu berücksichtigen. Nachfolgende Zusammenstellung gibt einen Überblick über wichtige Planungs- und Bewertungsgrundlagen.

Artenschutzbelange

Listen planungsrelevanter Arten und Artensteckbriefe

Die Listen enthalten alle für Thüringen planungsrelevanten Arten, die in „Speziellen Artenschutzrechtlichen Prüfungen“ oder „Artenschutzrechtlichen Fachbeiträgen“ zu berücksichtigen sind (siehe Downloads & Links auf dieser Seite).

Angaben zu einzelnen Arten können den Artensteckbriefen entnommen werden, die in Thüringen für die Anhang-II- und Anhang-IV-Arten der FFH-Richtlinie sowie andere streng geschützte Arten vorliegen. Für Brutvögel muss bislang auf Artensteckbriefe aus anderen Bundesländern verwiesen werden.

Windenergieanlagen und Artenschutz

Zur Berücksichtigung der maßgeblich von Windenergieplanungen betroffenen Artengruppen Vögel und Fledermäuse stellt Thüringen Arbeitshilfen zur Verfügung:

Diese beinhalten für den Freistaat Thüringen fachlich begründete Methodenstandards, um die artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände eindeutig identifizieren und bewerten zu können. Sie unterstützen Genehmigungsbehörden, Gutachter und Antragsteller und stellen die Grundlage für die einheitliche Abarbeitung der artenschutzrechtlichen Belange beider Tiergruppen bei der Genehmigung von Windenergieanlagen dar.

Anhand der Thüringer Vogelzugkarte können spezifische Informationen zum Vogelzuggeschehen in Thüringen im räumlichen Zusammenhang betrachtet werden. Die avifaunistisch bedeutsamen Gebiete (Rastgebiete) und Zugkorridore sollten von Windenergienutzung freigehalten werden.

Die Rastgebiete der Avifauna sind im ThüringenViewer​​​​​​​ kartografisch abrufbar (Themen – Fachdaten/ Kategorie: Verwaltung – Umwelt) und können als Rasterdaten (WMS) auch in externe GIS-Systeme eingebunden werden.

Großes Mausohr vergrößerte Ansicht
Großes Mausohr (Bild: A. Lux)
Schwarzmilan vergrößerte Ansicht
Schwarzmilan (Bild: A. Lux)

Leitfaden zum Artenschutz

Thüringen bietet bislang keinen eigenständigen Leitfaden zur Abarbeitung von Artenschutzbelangen an. Bei der Planung von Projekten in Thüringen kann sich an den fachlichen Vorgaben anderer Bundesländer orientiert werden:

Vorgaben zu artenschutzrechtlichen Prüfungen in Bayern

Vorgaben zu artenschutzrechtlichen Prüfungen in Nordrhein-Westfalen

Schutzgebietsbelange

Schutzgebiete in Thüringen

Einen Überblick über ausgewiesene Schutzgebiete und deren Abgrenzung in Thüringen bietet der Kartendienst des TLUBN. Er ermöglicht auch den Download GIS-fähiger Schutzgebietsdaten:

Kartendienst des TLUBN

Die jeweils gültige Schutzgebietsverordnung für ein betroffenes Gebiet ist beim TLUBN verfügbar, außer für die Schutzgebietskategorien Flächennaturdenkmal (FND) und Geschützte Landschaftsbestandteile (GLB). Hierfür sind die unteren Naturschutzbehörden Ansprechpartner.

Für Alt-Schutzgebiete, die vor dem 3.10.1990 ausgewiesen wurden, gelten vorrangig die Regelungen des § 36 Thüringer Naturschutzgesetz.

Screenshot vom Kartendienst des TLUBN vergrößerte Ansicht
Digitale Schutzgebietsdaten im Kartendienst des TLUBN

Natura 2000-Gebiete in Thüringen

Einen besonderen Stellenwert unter den Schutzgebieten in Thüringen haben die europäischen Natura 2000-Gebiete (FFH-Gebiete, Vogelschutzgebiete und FFH-Objekte). Die Berücksichtigung der Belange bei Projektplanungen erfolgt in Thüringen vor allem auf Grundlage nachfolgender Vorgaben (siehe Downloads & Links auf dieser Seite).

Detailbeschreibungen der Gebiete sowie Entwicklungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen können den Natura 2000-Managementplänen bzw. den Fachbeiträgen Offenland und Wald entnommen werden.

Karte Maßnahmenplanung im FFH-Gebiet "Drei Gleichen" vergrößerte Ansicht
Maßnahmenplanung im FFH-Gebiet "Drei Gleichen"

Gesetzlich geschützte Biotope in Thüringen

Neben den formal ausgewiesenen Schutzgebieten gibt es auch Schutzobjekte, die ohne eine separate Ausweisung unter Schutz stehen. Dazu gehören die gesetzlich geschützten Biotope nach § 30 BNatSchG und § 15 ThürNatG, etwa naturnahe Fließgewässer, Trockenrasen oder Streuobstwiesen. Eine Übersicht bietet die Seite zum Biotopschutz des TLUBN.

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: