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Vegetation Thüringens

Berggamander-Blauschwingel-Flur, Rottleben (Bild: H. Korsch)

Bild: Berggamander-Blauschwingel-Flur, Rottleben (Aufn. H.Korsch)

Eichen-Hainbuchenwald, Weimar (Bild: H. Korsch)

Bild: Eichen-Hainbuchenwald, Weimar (Aufn. H.Korsch)

Erdmoos-Gesellschaft, Brennersgrün (Bild: H. Korsch)

Bild: Erdmoos-Gesellschaft, Brennersgrün (Aufn. H.Korsch)

Gesteinsschutt-Flur, Löberschütz (Bild: H. Korsch)

Bild: Gesteinsschutt-Flur, Löberschütz (Aufn. H.Korsch)

Glatthaferwiese, Römhild (Bild: H. Korsch)

Bild: Glatthaferwiese, Römhild (Aufn. H. Korsch)

Schlagflur, Ebersdorf (Bild: H. Korsch)

Bild: Schlagflur, Ebersdorf (Aufn. H. Korsch)

Schwermetallrasen, Bottendorf (Bild: H. Korsch)

Bild: Schwermetallrasen, Bottendorf (Aufn. H. Korsch)

Teichrosen-Schwimmblattflur, Breitungen (Bild: H. Korsch)

Bild: Teichrosen-Schwimmblattflur, Breitungen (Aufn. H.Korsch)

Torfmoos-Wollgras-Ried, Stedtlingen (Bild: H. Korsch)

Torfmoos-Wollgras-Ried, Stedtlingen (Aufn. H.Korsch)

Trespen-Halbtrockenrasen, Marisfeld (Bild: H. Korsch)

Bild: Trespen-Halbtrockenrasen, Marisfeld (Aufn. H. Korsch)

In der Natur wachsen Pflanzen nicht willkürlich oder zufällig zusammen. Bei ähnlichen ökologischen Bedingungen findet man auch ähnliche Kombinationen von Arten. Die Zusammensetzung der Pflanzendecke wird durch Klima, Gestein, Boden, Relief, Wasserhaushalt, durch die Einflüsse von Feuer und Tieren sowie durch den bei uns wohl wichtigsten Faktor - die menschliche Nutzung - geprägt. Die häufig gemeinsam auftretenden Arten bilden Pflanzengesellschaften. Die Vegetation ist die Gesamtheit der Pflanzengesellschaften, die in einem Gebiet wachsen. Eine umfassende Kenntnis der Vegetation eines Gebietes ist für verschiedene Naturschutzaspekte von Bedeutung - wie die Erfassung und Bewertung von Biotop- bzw. Lebensraumtypen, den Schutz von Arten und Biotopen, sowie die Landschaftspflege und -planung.

Aktuelle Vegetation Thüringens

Ein Überblick über die reale bzw. aktuelle Vegetation Thüringens wurde 1993 in der Fachpublikation "Naturschutzreport" der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG, jetzt TLUBN) veröffentlicht (Westhus et al. 1993). Die in Teil 2 des Bandes publizierte Bibliographie (Heinrich et al. 1993) wurde von Heinrich (2010) im Auftrag der TLUG fortgeschrieben und wird hier für verschiedene Auswertungen zur Verfügung gestellt. Die Standardliste der Pflanzengesellschaften Thüringens (Heinrich et al. 2010) zeigt, dass in Thüringen bisher 686 Pflanzengesellschaften nachgewiesen worden sind, darunter 434 Gefäßpflanzen-, 14 Armleuchteralgen-, 163 Moos- und 75 Flechtengesellschaften. Nach Heinrich et al. (2011) ist von diesen Pflanzengesellschaften mehr als die Hälfte gefährdet.

Potenzielle Natürliche Vegetation Thüringens

Neben der realen Vegetation besitzt die Potenzielle Natürliche Vegetation für verschiedene Naturschutzplanungen eine wesentliche Bedeutung. Die Potenzielle Natürliche Vegetation beschreibt den Zustand der Vegetation, der vorherrschen würde, wenn die Landnutzung durch den Menschen aufhörte. Die Karte der Potenziellen Natürlichen Vegetation Thüringens entstand auf Initiative des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) in Zusammenarbeit mit der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG, jetzt TLUBN). Sie ist ein Teilprojekt im Rahmen der "Erstellung einer Übersichtskarte der Potenziellen Natürlichen Vegetation von Deutschland im Maßstab 1 : 500.000 mit gleichzeitiger Erfassung und Erhebung naturnaher Wälder als Grundlage für nationale und internationale Naturschutzplanungen". Die Karten wurden auf der Basis einer zusammenführenden Auswertung verschiedener landeskundlicher Kartierungen (naturräumliche, geologische, bodenkundliche Karten, land- und forstwirtschaftliche Standortserkundungen, Vegetationskartierungen) sowie durch ergänzende Vor-Ort-Erhebungen erstellt.

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