Klimamonitoring

Um eigene Erkenntnisse zu regionalen bis mikroklimatischen Bedingungen zu erlangen, führt das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) eigene meteorologische Messungen durch. Hier wird vor allem die Temperatur in sensiblen Bereichen durch eigene und zeitlich begrenzte Messungen überwacht.

 

Meteorologische Messungen an der Dachmessstation des TLUBN

Die Klimamessstation auf dem Dach des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) in Jena-Göschwitz ist bestückt mit modernster Messtechnik und ermöglicht die zeitlich hochaufgelöste Erfassung von Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit, Windstärke und -richtung sowie die Erfassung verschiedener Strahlungsparameter. Damit findet auf dem Dach des TLUBN eine umfassende meteorologische Überwachung statt. So ist sie eine wichtige Ergänzung im Umweltdatennetz des Freistaates.

 

Besonderheiten sind die Messung von Wind mit einem Ultraschallanemometer sowie die gleichzeitige Erfassung verschiedener Strahlungskomponenten. Der Standort im Süden der Stadt Jena (150 m ü. NN) eröffnet bei 30 Meter Gebäudehöhe über dem Erdboden mit freier Luftanströmung und ohne Beschattung vielfältige Auswertungsmöglichkeiten hinsichtlich der speziellen meteorologischen Verhältnisse im Saaletal sowie in Bezug auf benachbarte meteorologische Stationen.

Die Datenaktualisierung erfolgt im 10-Minuten-Takt. Ausgewählte Daten werden auf einer Leuchtanzeige außerhalb der TLUBN in Jena angezeigt und sind über die  Internetseite des Deutschen Wetter-Daten-Servers (DWDS) aktuell visualisiert.

Die die hochaufgelösten Messwerte der Lufttemperatur, des Niederschlags, der Windgeschwindigkeit und der Sonnenscheindauer werden zu Tages-, Monats- und Jahreswerten zusammengefasst und als

  • Jahresgänge (Monatswerte),
  • Tageswerte für die letzten 3 Monate (meteorologische Jahreszeit) und
  • Kennzahlen (Tabelle)

auf der Seite "Tages- und Monatswerte der TLUBN-Klimamessstation für die jüngere Vergangenheit" dargestellt. Diese Auswertungen werden ebenfalls den jahreszeitlichen Witterungsberichten angehängt.

Vertikale Temperaturprofile mittels Mikrowellenradiometer

In Bodennähe emittierte Luftschadstoffe reichern sich an und können eine gesundheitsbeeinträchtigende Konzentration erreichen. Die Messung vertikaler Temperaturprofile ist demzufolge Indikator und Frühwarnsystem für potentielle Luftschadstoffgrenzwertüberschreitungen und kann daher für die umweltsensitive Verkehrssteuerungen genutzt werden. Weiterhin dienen vertikale Temperaturprofile der Abschätzung der vertikalen Ausdehnung der städtischen Überhitzung. Hierfür verfügt das Referat Klimaagentur über ein passiv messendes Mikrowellenradiometer MTP-5-HE.

 

 

Zu den aktuellen Messwerten und Auswertungen des Klimamonitorings

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