Projekte der Thüringer Klimaagentur

zu Klimawandel, Klimafolgen und Klimaanpassung im Freistaat Thüringen

Die Satelliten-Missionen der ESA, die Sentinel-Satelliten, wurden im Rahmen des europäischen Copernicus-Programms entwickelt und liefern regelmäßige Aufnahmen in kurzen Zeitintervallen.
Die Daten der Satelliten können von jedem kostenfrei bezogen werden und sollen bei der Stadtklimamodellierung helfen. Auch das TLUBN, Ref. 72 Klimaagentur nutzte diese Daten im Rahmen der hier aufgeführten Projekte "PhaenOPT" (2016 bis 2018) und "COKAP" (2018 bis 2020). Inhalte und Ergebnisse der Projekte werden hier und auf den nachfolgenden Seiten dargestellt.

Gefördert wurden die Projekte durch Mittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des europäischen Copernicus-Programms.

COKAP

Verwendung von Copernicus- und weiteren Satellitendaten für Klimabewertungen in Regional- und Stadtplanungen Thüringens

Im Rahmen des Projekts COKAP werden satellitengestützte Messwerte der Oberflächentemperatur verwendet. Diese Daten stehen kostenfrei durch das Copernicus-Programm zur Verfügung. Genutzt werden dabei die Daten der Sentinel 3 Satelliten, welche bis zu vier Datensätze flächenhafter Messwerte für Thüringen liefern.

Ziel des Projekts ist es die Regional- und Stadtplanung im Bezug Klima zu unterstützen und diesem einen höheren Stellenwert einzuräumen. Weiterhin soll neben den Klimafolgen-Indikatoren „Wärmebelastung in Städten“ und „Sommerlicher Wärmeinseleffekt“ ein Indikator entwickelt werden, welcher das Stadtklima mit Hilfe von Satellitendaten beschreibt.

Ziel des Projekts ist eine landesweite Betrachtung und Bewertung der Klimafunktionen mit Hilfe von Satellitenbildern. Dies dient als fachliche Grundlage für die Regional- und Stadtplanung Thüringens. Die Entwicklung der Methoden wird in der Beispielregion Gera durchgeführt und im weiteren Schritt auf den gesamten Freistaat Thüringen ausgeweitet. Weiterhin soll ein virtuelles Kompetenzzentrum geschaffen werden, um vermehrt Satellitendaten in behördlichen Institutionen zu verwenden. In der konkreten Anwendung sollen neben allgemeinen Geo- und Klimadaten Ergebnisse aus fernerkundlichen Daten unterstützend in planerischen Prozessen berücksichtigt werden. Als erstes Ergebnis des Projekts ist eine Klimabewertungskarte für den gesamten Freistaat Thüringen entstanden und verfügbar.

PhaenOPT

Satellitengestütztes Phänologiemonitoring in Thüringen

Eine direkt messbare Folge des Klimawandels ist die Verschiebung der Vegetationsperiode von Wildpflanzen in den Winter – sie blühen und grünen früher und länger im Jahr. Messbar sind sie mit zehn sog. phänologische Phasen vom Vorfrühling bis zum Spätherbst. Die Verschiebung der phänologischen Phasen wird als „Klimafolgenindikator“ bezeichnet.

Um auf diese Folgen mit passenden Strategien zu reagieren, ist vom Freistaat Thüringen 2017 ein „Klimafolgenmonitoring“ eingerichtet worden. Im Rahmen des 2018 abgeschlossenen Verbundvorhabens wurde die Nutzung von Fernerkundungsdaten in Verbindung mit phänologischen Beobachtungsdaten sowie Temperaturmessdaten für das Pflanzenphänologiemonitoring in Thüringen untersucht. Weitere Erläuterungen zum Inhalt des Projektes sind auf der PhaenOpt-Internetseite zu finden.

Die Ergebnisse von „PhaenOPT" und alle Erläuterungen zu den verwendeten Datengrundlagen sind in einem webbasierten Monitoring-Dienst integriert worden. Diese Informationen sind hier frei abrufbar.

 

 

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