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Stadtgrün

Mit urbanen Grünflächen Klimafolgen mindern

 

Grünflächen erhöhen die Attraktivität von Städten und Kommunen. Sie sind Orte der Erholung, Bewegung und Begegnung und tragen somit wesentlich zum Wohlbefinden der Bevölkerung bei.

 

Im Hinblick auf die Anpassung an die Folgen des Klimawandels übernehmen Grünflächen im Siedlungsbereich wichtige und vielfältige Funktionen:

  • sie reduzieren die sommerliche Hitzebelastung durch Schattenwurf und Verdunstungskühle,
  • sie verbessern die Luftqualität, indem sie Feinstaub aus der Luft filtern,
  • sie produzieren Sauerstoff und binden während der Vegetationsperiode aufgrund ihres Stoffwechsels das Treibhausgas CO2,
  • sie ermöglichen als Bestandteil von Kaltluftbahnen den Transport von kühlerer Luft in die Stadt hinein,
  • sie ermöglichen die Kaltluftentstehung im urbanen Raum,
  • sie speichern Niederschlagswasser, helfen beim Schutz vor Überschwemmungen und dienen der Grundwasserneubildung und
  • sie sind Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten und sichern damit die biologische Vielfalt.

 

 

Diese klimatischen Wirkungen von Grünflächen gilt es v. a. in Anbetracht der projizierten Zunahme an Heißen Tagen bzw. Hitzeperioden verstärkt zu nutzen und weiterzuentwickeln. Ziel sollte der Erhalt und der Ausbau von Grünflächen in Städten und Kommunen sein.

Zu innerstädtischen Grünflächen zählen insbesondere Parkanlagen, Friedhöfe, Gärten und Kleingärten, Brachflächen, Sport- und Spielflächen, Straßengrün, Straßenbäume, Naturschutzflächen, Gewässerbegleitgrün, Wald oder auch Fassaden- und Dachbegrünungen.

 

 

Der Freistaat Thüringen unterstützt Kommunen bei Investitionen wie Verschattungsmaßnahmen, Entsiegelungen oder Begrünungen mit der Richtlinie KlimaInvest. Informationen zum Förderprogramm gibt es unter:

https://umwelt.thueringen.de/ministerium/unsere-foerderprogramme/klima-invest.

Auch die Städte Erfurt, Gera, Weimar und Jena bieten direkte und indirekte Fördermaßnahmen von Dach- und Fassadenbegrünung.

Fachliche Hinweise zur Dach-. Fassaden- und Innenraumbegrünung gibt der Bundesverband GebäudeGrün e.V.: www.gebaeudegruen.info heraus

Die Klimaagentur des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz stellt Entscheidungsträgern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern vielfältige Informationen zum Klimawandel und seinen Auswirkungen in Thüringen bereit. So verdeutlichen beispielsweise unter https://tlubn.thueringen.de/klima/aktuelles/klimawandel-kommunen die interaktiven Kartenmodule zum „Beobachteten Klimawandel in Thüringen“ die Entwicklung der Anzahl heißer Tagen, welche gern zur Einschätzung der Hitzebelastung verwendet wird.

Im Rahmen des abgeschlossenen Projektes COKAP wurden zudem mit Hilfe von Satellitendaten besonders hitzebelastete Gebiete in Thüringen identifiziert. Mit Kenntnis dieser Hitzehotspots können Thüringer Städte und Gemeinden Anpassungsmaßnahmen vornehmen, wie z. B. gezielt Dächer und Fassaden begrünen, Bäume und Sträucher pflanzen oder offene Gewässer herstellen. Mehr Informationen zu diesen Projektergebnissen finden sich unter: https://tlubn.thueringen.de/klima/klimaagentur/projekte/cokap.

 

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