Strahlenschutz im Bergbau

Der Strahlenschutz im Bergbau dient dem Schutz der Bevölkerung sowie dem Schutz von Arbeitnehmern bergbaubezogener Unternehmen vor natürlicher und künstlicher Radioaktivität.

Als Arbeitnehmer sind die Beschäftigten im Bergbau-Untertage betroffen. Außerdem schließt der Strahlenschutz von Arbeitnehmern, die im Rahmen der Sanierung von Uranerzbergbau-Hinterlassenschaften (Wismut GmbH) Beschäftigten mit ein.

Untertage wird der Hauptbeitrag der Strahlungsdosis der Beschäftigten durch das im Boden vorhandene radioaktive Edelgas Radon verursacht. Bei der Sanierungs­tätigkeit der Wismut GmbH sind im Wesentlichen zusätzlich die Gammastrahlung sowie die Staubentwicklung radioaktiver Materialien als Quellen zu berücksichtigen.

Für den (Strahlen-)Schutz der Bevölkerung wird die radioaktive Emission/Immission der Uranerzbergbau-Hinterlassenschaften im Umfeld der Sanierungsorte, im Grundwasser und der nahegelegenen Gewässer überwacht (gemäß der Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung bei bergbaulichen Tätigkeiten). Mehr hierzu erfahren Sie auch unter Überwachung der Umweltradioaktivität.

Die gesetzliche Grundlage für die Genehmigung und Aufsicht im Strahlenschutz sind das Gesetz zum Schutz vor schädlicher Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzgesetz - StrlSchG) und die Verordnung zum Schutz vor der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung (Strahlenschutzverordnung – StrlSchV).

Das TLUBN ist hinsichtlich Strahlenschutz im Bergbau verantwortlich für:

  • Strahlenschutzrechtliche Genehmigung/Aufsicht der Sanierung der Uranerzbergbau-Hinterlassenschaften der Wismut GmbH
  • Radon an Arbeitsplätzen bei unter Bergaufsicht stehenden Unternehmen
  • Rückstände (im Sinne des StrlSchG) aus bergbaulichen Prozessen
  • Erstellung von Strahlenpässen für Beschäftigte in fremden Betriebsstätten
  • Genehmigung/Aufsicht von umschlossenen Strahlenquellen in Bergbau- und Verarbeitungsbetrieben

 

Strahlenschutzmessung
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