Wismut

Schwerpunktaufgaben im Sanierungsbergbau der Wismut GmbH

Die ehemalige Sowjetisch-Deutsche Aktiengesellschaft Wismut (SDAG Wismut) hat seit Anfang der fünfziger Jahre auch im heutigen Freistaat Thüringen Uranerzbergbau in großem Stil betrieben. Dieser wurde im Zuge der Wiedervereinigung eingestellt.

Zum 20. Dezember 1991 wurde die SDAG Wismut in das Sanierungsunternehmen Wismut GmbH umgewandelt. Die Wismut GmbH ist als Bundesunternehmen seit dem mit der Sanierung der SDAG Wismut Standorte befasst.

Die Bundesregierung stellte bis Ende 2018 insgesamt rund 6,4 Mrd. Euro für die Sanierungstätigkeiten der Wismut GmbH bereit. Davon setzte das Unternehmen 3,07 Mrd. Euro in Sachsen und 3,35 Mrd. Euro in Thüringen ein.

Am Standort Ronneburg in Thüringen lagen die Sanierungsschwerpunkte insbesondere bei der Verfüllung des Tagebaus Lichtenberg, dem Abtrag oder die Verwahrung von Halden, beim Versatz der untertage aufgefahrenen Strecken und der sich daran anschließenden Flutung der Grubenbaue, die gegenwärtig noch nicht abgeschlossen ist. Ein Teil des abgedeckten Tagebaus und der umliegenden Landschaft wurde im Zuge der Bundesgartenschau 2007 als „Neue Landschaft“ umgestaltet.

Die Flutung des Grubengebäudes läuft seit 1997. Das Flutungsniveau erreichte bis Ende des Jahres 2018 die mittelfristig angestrebten 247 m NN. Der Flutungsraum ist gefüllt, aber es ist noch für lange Zeit ein aktives Handeln im Zusammenhang mit der Fassung der austretenden Flutungswässer und deren Reinigung erforderlich.

Am Standort Seelingstädt wurden die Anlagen der Uran-Aufbereitungsfabrik Seelingstädt zurückgebaut und das Gelände von der Wismut GmbH wieder nutzbar gemacht. Die industrielle Absetzanlage Trünzig ist bereits fertig saniert. Derzeit läuft das Verfahren zur Einleitung der auf der Anlage anfallenden sauberen Oberflächenwässer in die umliegenden Vorfluter. Ein großer Teil des Beckens A wird als Weidefläche für Pferde und Schafe genutzt.

Die Sanierungsarbeiten auf der industrielle Absetzanlage Culmitzsch werden voraussichtlich noch mindestens bis zum Jahr 2028 andauern. Die Arbeiten beinhalten die Herstellung der Endabdeckung samt Wasserführungssystemen und die Anbindung an die umliegenden Bäche/Flüsse im nördlichen Becken. Im südlichen Becken wird derzeitig immer noch Material zur Herstellung der späteren Oberflächenkontur eingebaut. Die Dammbereiche werden auf die finale Form angepasst und erste Flächen sind bereits mit einer Endabdeckung und Wasserfassungssystemen versehen.

An beiden Standorten werden von der Wismut GmbH Wasserbehandlungsanlagen betrieben, die gefasste kontaminierte Wässer der Wismut GmbH vor der Abgabe in die Vorfluter Wipse und Pöltzschbach behandeln. Die im Zuge der Wasserbehandlung anfallenden Rückstände werden immobilisiert, in das dafür vorgesehenen Immobilisatlager auf dem Gelände der Wismut GmbH verbracht und dort eingebaut.

Für die Umsetzung der Sanierungsarbeiten hat die Thüringer Bergverwaltung im Rahmen ihrer Aufgaben als Genehmigungs – und Aufsichtsbehörde bereits über 4.000 Bescheide erteilt.

Im Übrigen können interessierte Bürger die Ergebnisse der Umweltüberwachung der Sanierungsarbeiten der Wismut GmbH und deren Auswertung unter www.wismut.de im Bereich Aktuelles herunterladen.

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