Sanierungsbergbau

Im Land Thüringen waren und sind nach wie vor noch nach der deutschen Wiedervereinigung große Anstrengungen notwendig, um die bergbaubedingten Umweltschäden als Hinterlassenschaften der sozialistischen Staatswirtschaft zu sanieren. Dies betrifft im Wesentlichen weite Teile der bergbaulichen Industrieanlagen und zugehörige Bergwerke der ehemaligen Gewinnung von Kalisalzen und deren Aufhaldung im Bereich des Südharzes und an der Werra sowie in Ostthüringen der ehemaligen Urangewinnung/-verarbeitung der ehemaligen SDAG WISMUT und dem Braunkohlenabbau im Altenburger Raum.

Der Sanierungsbergbau umfasst, dabei

  • Rückbau, Demontage und Abbruch stillgelegter Betriebsanlagen, Wiedernutzbarmachung der Betriebsflächen für eine Folgenutzung
  • die Umlagerung von Halden oder ihre Verwahrung vor Ort (z.B. durch Abdeckung der Halden) mit dem Ziel den Eintrag schädlicher Stoffe aus den Halden in den Untergrund und in Gewässer zu vermeiden
  • die Verwahrung der industriellen Absetzanlagen (Schlammbecken) der Aufbereitungsbetriebe an Ort und Stelle sowie die Wiedernutzbarmachung von Betriebsflächen.
  • Sicherung und Verwahrung von untertägigen Hohlräumen, die aus der Gewinnung von Rohstoffen herrühren durch Versatz (Einbringen von Festmaterial) oder Flutung (Einleitung von Wasser/mineralisierten Lösungen) mit dem Ziel der Reduzierung des übertägigen Senkungsgeschehen und der Reduzierung der bergbauinduzierten Seismik
  • Dauerhafte Sicherung (sog. Verwahrung) von Tagesschächten

Für die Sanierung der untertägigen Hohlräume kommen sowohl bergbaueigene (sog. Bergemühlen) als auch bergbaufremde Stoffe (Abfälle) zum Einsatz.

Sanierung von Braunkohlebergbau mit Geogittern
Sanierung von Braunkohlebergbau mit Geogittern
Halde Wintershall
Halde Wintershall

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