Endlagersuche

Endlagersuche als gesamtgesellschaftliche Aufgabe

  • Die Suche nach einem Endlagerstandort für hochradioaktiven Müll ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – koordiniert in alleiniger Zuständigkeit des Bundes vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung sowie dessen Vorhabenträgerin, der Bundesgesellschaft für Endlagerung.
  • Im September 2020 wurden dazu erste geologisch grundsätzlich geeignete Regionen genannt. Auch in Thüringen, sowie in mehr als die Hälfte des Bundesgebiets. Für diese Regionen gilt: Sie bleiben vorerst im weiteren Suchverfahren – was nicht heißt, dass sie besonders geeignet sind. Das herauszufinden ist jetzt die weitere Aufgabe der Bundesgesellschaft.
  • Bis 2031 ist es jetzt noch ein langer Weg, bei dem es zwingend erforderlich ist, dass der Endlagersuchprozess ergebnisoffen und  transparent ist, nach klar definierten Kriterien und unter Beteiligung der Öffentlichkeit.
  • In weiteren Schritten geht es jetzt darum, dass der Bund auf Basis der von den Ländern gelieferten Daten - wie geologische oder seismologische Daten oder auch Daten über Einflüsse aus früherer oder aktiver bergbaulicher Tätigkeit - Regionen identifiziert, die für eine obertägige Erkundung im nächsten Verfahrensschritt geeignet erscheinen.
  • Bürgerinnen und Bürger sollten sich an den Informations- und Beteiligungsangeboten des Bundes rege beteiligen werden. Thüringen ist im  Nationalen Begleitgremium mit einer engagierten Thüringerin bereits gut vertreten.

Validierung des Zwischenberichts „Teilgebiete“ für Thüringen

Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) hat eine erste Durchsicht des Zwischenberichts "Teilgebiete" der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) vom 28.09.2020 vorgenommen.

Im Ergebnis dieser ersten Validierung sind nach Auffassung des TLUBN erste kritische Punkte anzumerken. So seien „aktive Störungszonen – atektonische Vorgänge“ für Subrosionsprozesse, „aktive Störungszonen – tektonische Störungszonen“ und „Einflüsse aus gegenwärtiger oder früherer bergbaulicher Tätigkeit – Bohrungen“  nicht angemessen berücksichtigt worden. Zudem  fallen nach Ansicht des TLUBN Teilgebiete mit Steinsalzen in stratiformer Lagerung zu groß aus, da die Mächtigkeiten mehrerer Steinsalzformationen des Zechsteins aufsummiert und Bohrdaten als Belegpunkte unvollständig genutzt worden sind.

Hier die Stellungnahme in voller Länge

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