Solungsbergbau

Der Sol- und Aufbereitungsbetrieb der DEUSA International GmbH umfasst die soltechnische Gewinnung von Kalisalzen in dem als Bergwerkseigentum i.S. des § 9 BBergG verliehenen Bergwerksfeld Kehmstedt sowie die Aufbereitungsanlagen in Bleicherode-Ost. Beide Betriebsteile sind über eine ca. 3,6 km lange Fernrohrleitungstrasse miteinander verbunden. Perspektivisch steht für die Gewinnung von Kalisalzen noch das Bergwerksfeld Kehmstedt-NW zur Verfügung.

In dem als Solfeld Kehmstedt bezeichneten Betriebsteil erfolgt die untertägige Solung von Carnallitit im Kaliflöz Staßfurt (zSKCt) durch ein selektives Heißlöseverfahren, bei welchem hauptsächlich die Wertstoffkomponente Carnallit aufgelöst wird. Dies geschieht jeweils durch Doppelsonden (Bohrungen), die rasterförmig bis zur Lagerstättenunterkante niedergebracht und verrohrt werden. Die Verrohrung gewährleistet die Zu- und Abförderung der Lösungen in bzw. aus der Lagerstätte. Die Solung erfolgt scheibenweise von der Lagerstättenunter- zur Lagerstättenoberkante. Dabei bilden sich die für die Carnallititsolung typischen Kavernen (Breite > Höhe), in welchen die weiteren Bestandteile der Lagerstätte, wie Steinsalz und Kieserit, als Rückstand verbleiben. Zusätzlich werden bergbaueigene Abfälle aus der Aufbereitung (Gips und Steinsalz) als auch fremde Abfälle zur Verwertung in die Kavernen eingebracht, wodurch produktionswirksame Lösungen verdrängt und der Feststoffanteil in den Kavernen erhöht wird. Dies ermöglicht einen rückstandsfreien Betrieb und dient gleichzeitig bergbausicherheitlichen Zwecken.

Die Größe der Kavernen wird in der Höhe durch die Lagermächtigkeit (im Durchschnitt 37 m) und im Durchmesser durch die zulässige Solfläche von maximal 10.000 m2 begrenzt.

Die Größe des Solfeldes Kehmstedt ergibt sich aus den temporär genutzten übertägigen Gewinnungsflächen (Sondenplätze, Zuwegungen, Rohrleitungstrassen) und den für die Dauer des Solbetriebes benötigten Betriebsflächen (Anlagen und Einrichtungen). Entsprechend dem Solfortschritt erfolgt mit der Inanspruchnahme neuer Gewinnungsflächen die Verwahrung der ausgesolten Lagerstättenbereiche (Versatz der Kavernen und Verschluss der Bohrungen), verbunden mit der Wiedernutzbarmachung der zugehörigen übertägigen Gewinnungsflächen und deren Rückgabe zur landwirtschaftlichen Nutzung, so dass, abgesehen von der räumlichen Verlagerung der Gewinnungsflächen, die Größe des Solfeldes annähernd gleich bleibt.

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