Geothermie

Auch Erdwärme ist gemäß Bundesberggesetz als bergfreier Bodenschatz deklariert. Bergfrei heißt, dass der Staat über den betreffenden Bodenschatz die Verfügungsbefugnis besitzt. Er vergibt die Berechtigung, eine Art Lizenz, zur Erkundung sowie zur eigentlichen Gewinnung des Rohstoffes. Zur Abgrenzung der bergrechtlichen Behandlung wird in der Verwaltungspraxis einerseits auf die grundstücksbezogene Nutzung und der Anzeigepflicht gemäß § 127 Bundesberggesetz (Bohrungen ab 100 m Tiefe) abgehoben.

Im Weiteren wird auch unterschieden in Oberflächennaher Geothermie und Tiefengeothermie. Die Grenze zwischen beiden ist nicht exakt bestimmt. Historisch gewachsen werden Bohrungen ab Tiefen größer 400 m zur Tiefengeothermie gezählt.

Der Großteil der Flachen Geothermie erfolgt in Tiefen bis ca. 200 m. Die Nutzung zur energetischen Versorgung erfolgt hierfür überwiegend für Wohnhäuser und gewerblich genutzte Gebäude.

Notwendige Erläuterungen und die Verfahrensweise für die Beantragung bzw. Anzeige zur Herstellung von Bohrungen zur Erdwärmegewinnung können hier abgerufen werden.

Die Gewinnung von geothermischer Energie in größeren Tiefen wird in Thüringen derzeit nicht vorgenommen.

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