Bodendauerbeobachtung

 

Böden unterliegen ständigen Veränderungen, die sowohl natürlichen, als auch anthropogenen Ursprungs sein können. Die Bodendauerbeobachtung soll auf repräsentativen Messflächen den Ist-Zustand der Böden beschreiben, die Veränderungen langfristig überwachen und Prognosen für die zukünftige Entwicklung ermöglichen. Neben ihrer Funktion als Frühwarnsystem für schädliche Bodenveränderungen, dient sie unter anderem zur Beweissicherung (Bodenprobenbank) und als Kontrollinstrument für umweltpolitische Maßnahmen.

In Thüringen sind zur Zeit 32 Bodendauerbeobachtungsflächen (BDF) eingerichtet (Zum vergrößern der Karte klicken).

 

In der Standortdokumentation sollen alle Boden-Dauerbeobachtungsflächen (BDF) des Freistaates Thüringen im Detail vorgestellt werden. Sie ist als Ergänzung zum Einleitungsbericht Boden-Dauerbeobachtung im Freistaat Thüringen (TLUG 2006) gedacht. Jede Flächen wird mit einer Standort- und Profildokumentation beschrieben. In den Kennblättern sollen die Ergebnisse der Standorterstaufnahme dokumentiert werden. Es handelt sich hierbei um die Ergebnisse der Erstaufnahme der jeweiligen BDF.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Standorte für einen ersten schnellen Überblick nach Nutzung und Datum der Ersteinrichtung sortiert. Die Spalte Art der BDF gibt Auskunft darüber, ob es sich um ein Basis-BDF zur Merkmalsdokumentation, um eine Intensiv-BDF zur Prozessdokumentation oder aber um eine Sonder-BDF auf Standorten mit besonderer Belastungssituation handelt. Die Art der Belastung ist in der Profildokumentation aufgeführt. Art und Umfang der Messeinrichtungen der Intensiv-BDF ist im Einleitungsbericht (TLUG 2006: 11- 14) dokumentiert.

Übersichtstabelle zur Gliederung der Standorte der BDF (Klick auf BDF-Name öffnet Detailseite der Station)

Nr.BDF Kurzbez.BDF NameDatum
Ersteinrich-
tung
NutzungArt der BDFBoden*
1WOEHL1Wöhlsdorf 110.07.1992AckerBasisSSn
2WOEHL2Wöhlsdorf 223.07.1992AckerBasisYK-SS
3GROI2Großobringen 215.09.1992AckerIntensivBB-TT
4GROI1Großobringen 117.09.1992AckerIntensivTCn
5DAADaasdorf b. Buttelstedt28.05.1993AckerBasisSS-RZ
6MELLMellingen09.06.1993AckerIntensivSS-RZ
7GRE1Großebersdorf 128.07.1993AckerBasisYK-SS
8GRE2Großebersdorf 228.07.1993AckerBasisSS-YK
9KWHKaltenwestheim30.08.1994AckerBasisRZ/BBc
10ALT1Altengottern 103.09.1996AckerIntensivGGc-AB
11ALT2Altengottern 225.09.1996AckerBasisAB-GGc
12NORSNiederorschel21.10.2004AckerBasisLL-SS
13WSWEWolferschwenda26.11.2004AckerBasisLL-TT
14OLBEOlbersleben28.10.2004AckerBasisRZn
15VESSVessertal23.10.1996ForstBasisBBn
16SUHLSuhl-Neundorf24.10.1996ForstBasisp2BBn
17STEISteiger03.07.2001ForstBasissBB-LL
18ALTEAltenburg09.07.2001ForstBasisp2SSn
19POSSPossen12.07.2001ForstBasisLFn
20JUECHJüchsen17.07.2001ForstBasisl3BB-RR
21NAUENauendorf19.07.2001ForstBasisp2BB
22LEHELehesten21.08.2001ForstBasisp2BB
23WESTWesterwald24.07.2001ForstBasisLLn
24OBE2Oberweißbach 208.10.1992GrünlandBasisSSn
25OBE1Oberweißbach 128.07.1992GrünlandBasisBBn
26FKHFrankenheim30.08.1994GrünlandBasisBBn
27KNAUKnau09.10.1995GrünlandSonderBB-LL
28SEELINGSeelingstädt11.10.1995GrünlandSonderSSn
29BAD_LIEBBad Liebenstein16.10.1995GrünlandSonderAB-GG
30SILBSilbitz06.11.1996GrünlandSonderABn
31PLOTTPlottendorf07.11.1996GrünlandSonderAB-GG
32DORNDorndorf08.11.1996GrünlandSonderAB-GG

 * Kürzelschreibweise der Bodensystematischen Einheit gemäß KA4; ausführliche Bezeichnung s. Profildokumentation

Bericht Lumbricidenuntersuchungen

2010 wurden die Lumbricidenuntersuchungen an den Boden-Dauerbeobachtungsflächen zum Abschluss gebracht. Frau Dr. S. Tischer, Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften und Bodenbiogeochemie der Martin-Luther-Universität Halle, führte im Auftrag der damaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie die Untersuchungen durch. Die Erfassung und Bewertung des bodenbiologischen Ist-Zustandes der Böden war Gegenstand der Untersuchungen.

Die Ergebnisse können herangezogen werden, um schädliche Bodenveränderungen, die den Boden in seiner Funktion als Lebensraum für Bodenorganismen betreffen, zu erkennen und zu bewerten (§ 2 Abs.2, Ziffer 1, Buchstabe a BBodSchG).

Im Abschlussbericht werden die Ergebnisse der Lumbricidenerfassungen für jeden Standort umfassend dargestellt sowie mit Hilfe verschiedener Bewertungsansätze klassifiziert. Ergänzend wurden die Schwermetalle in den Lumbriciden untersucht und mit den Gehalten des jeweiligen Bodens korreliert. Transferraten sowohl für einzelne Lumbricidenarten als auch für ökologische Gruppen wurden berechnet.

Diese Seite teilen:

Das Thüringer Umweltministerium in den sozialen Netzwerken: