Kraftwerk und Aufbereitungsanlage bei Kalisolung

Kraftwerk und Aufbereitungsanlage bei Kalisolung

Aufbereitungsanlage von Kalisalzen

Aufbereitungsanlage von Kalisalzen

Bahnanlage zum Rohstofftransport

Bahnanlage zum Rohstofftransport

Technik

Energieerzeugung

Im Aufsichtsbereich des TLUBN Abteilung 8 befinden sich 2 Kraftwerke, welche zur Erzeugung von Strom, Dampf und Wärme dienen. Diese werden vorrangig für den Eigenbedarf des Bergwerkes eingesetzt, sodass die Stromversorgung jederzeit gesichert ist. Nicht selbst genutzter Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die beiden beaufsichtigten Kraftwerke werden mittels Erdgas betrieben und unterliegen dem Immissionsschutzgesetz.

Aufbereitungsanlagen und Fabriken

Das durch Bohren und Sprengen gewonnene Steinsalz wird mittels Ladern zu sogenannten Kippstellen befördert. An diesen werden die großen Bruchstücke durch einen Brecher zerkleinert und auf ein Förderband aufgegeben. Das so bereits vorzerkleinerte Material gelangt in die Steinsalzaufbereitungsanlage. In dieser wird es mehrmals gesiebt und nochmals zerkleinert, bis es schlussendlich die gewünschten Produktgrößen aufweist. Die unterschiedlichen Produkte werden im Anschluss mittels Fördertechnik in entsprechenden Silos zwischengelagert und von dort in Skips durch die Schachtröhre  nach über Tage transportiert. Der komplette Aufbereitungsprozess wird mittels geeigneter Einrichtungen entstaubt.

Zur Gewinnung von Kali hingegen bedarf es einer anderen Aufbereitungsmethodik. Aufgrund des im gewonnenen Salz enthaltenen Wertstoffgehaltes von < 35 Prozent ist es notwendig das Salz aufzubereiten. Dies geschieht je nach Anlage und Hersteller durch das Anwenden verschiedener Prozesse. Den Hauptprozess bildet dabei das Heißlöseverfahren. Durch diese Prozesse erfolgt eine Anreicherung des Wertstoffgehalts im Produkt.

Fördertechnik und Bandanlagen

Abbaubedingt entstehen unter Tage sehr lange Transport und Fahrwege. Um einen sicheren und schnellen Transport der verschiedenen Medien und des gewonnenen Materials zu gewährleisten, werden viele unterschiedliche Transporteinrichtungen wie Förderbänder, Rohrleitungen und Kabel eingesetzt.

Dabei wird auf den Förderbändern das gewonnene Salz stellenweise über mehrere Kilometer bis zum Schacht oder der Aufbereitungsanlage transportiert. Dies erfolgt in der Regel durch mehrere aufeinander abgestimmte Förderbänder, welche durch sogenannte Kippstellen beladen werden.

Neben den Förderbändern kommt eine Vielzahl von Rohrleitungen zum Einsatz. In diesen werden u. a. Versatzstoffe, Abfälle,  Wasser, Laugen und Druckluft transportiert. Entsprechend der Transportaufgabe unterscheiden sich diese Rohrleitungen teils erheblich in ihren Eigenschaften.

Für die Sicherstellung der Stromversorgung unter Tage kommen ausreichend dimensionierte und gesicherte Kabel zum Einsatz. Neben den Stromkabeln werden auch Lichtleiterkabel, bzw. Kabel für Informationstechnik verbaut, sodass die Maschinen und Anlagen unter Tage in den entsprechenden Leitwarten gesteuert und überwacht werden können.

Transportwesen

Für die Gewinnung der untertägigen Bodenschätze als auch zur Instandhaltung der untertägigen Strukturen und Anlagen sind mobile Maschinen ein wichtiger Bestandteil. Unter anderem kommen Bohrwagen, Sprengtechnikfahrzeuge, Lader und Gelände-PKW zum Einsatz. Diese werden in der Regel mit Dieselkraftstoff betrieben und unterliegen regelmäßigen Kontrollen durch Sachverständige. In Analogie zu der übertägig gültigen Straßenverkehrsordnung, gilt unter Tage die Grubenverkehrsordnung (GVO).

Der Abtransport der aufbereiteten Rohstoffe sowie die Anlieferung von z. B. Versatzmaterial erfolgt in einigen Bergbaubetrieben auch über den Schienenweg.

Hier werden die unter Bergaufsicht stehenden werkseigenen Grubenanschlussbahnen betrieben, welche durch das TLUBN in Zusammenarbeit mit dem Landesbeauftragten für Eisenbahnaufsicht überwacht werden. Die Zuständigkeit des TLUBN gilt hier bis zum Einbinden der Grubenanschlussbahn in das öffentliche Bahnverkehrsnetz. Für eisenbahntechnische Fachbelange wird der Landesbeauftragte für Eisenbahnaufsicht hinzugezogen.

Eine bedeutende Bahnstrecke ist hier die ehemalige WISMUT-Werksbahn (seit 2014 auf die Starkenberger Baustoffwerke GmbH übergegangen) mit ca. 50 km Streckenlänge vom Sandtagebau Kayna zum WISMUT Sanierungsgelände Schmirchau bzw. Seelingstädt.

Schachtanlagen

Im Aufsichtsbereich des TLUBN Abteilung 8 befinden sich 23 Schachtanlagen. Dabei handelt es sich um Seilfahrts-, Förder-, Material- sowie Wetterschächte. Die Schächte bilden im Bergwerk die wichtigste Verbindung zwischen dem übertägigen und dem untertägigen Bereich. Dementsprechend werden diese Anlagen besonders häufig kontrolliert. Die Hauptseilfahrts- und Förderanlagen werden durch Koepe-Fördermaschinen angetrieben.

Für Spezialarbeiten, insbesondere bei der Schachtsanierung bzw. Verfüllung alter Tagesschächte kommen spezielle Schachtförderanlagen zum Einsatz. Auf Grund ihres temporären Einsatzes sind diese in ihren Ausmaßen deutlich kleiner als ein weithin sichtbares Fördergerüst. Dennoch müssen auch hier die umfangreichen sicherheitstechnischen Anforderungen erfüllt werden, um einen sicheren Transport von Mensch und Material zu gewährleisten.

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